11 todsichere Tipps, wie man seine Leser zu Tode langweilt

Liest niemand Ihre Texte, können Sie sich das Schreiben Ihrer Newsletter sparen. Und Texte, die langweilig sind, werden nicht gelesen.

Daher sind die 11 Text-Tipps von Copyblogger extrem nützlich, denn sie helfen, Langweile bei Ihren Lesern erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es ist sicher für jeden etwas dabei!

1) Möglichst viele Themen bringen

“Viel hilft viel” oder “für jeden was dabei” sind die falschen Regeln für alle online-Texte.

Kurz, prägnant und klar sollte nicht nur die Sprache sein, sondern auch das Thema Ihrer Texte. Konzentrieren Sie sich am besten auf einen Teilaspekt und behandeln Sie diesen gründlich.

Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie weitere Aspekte in einem späteren Newsletter aufgreifen können – Sie müssen also kein neues Thema suchen.

Natürlich können Sie in einem eMail mehrere Themen bringen. Das ist üblich und funktioniert bei vielen ganz gut. Und dennoch: Probieren Sie einmal aus, ob Sie mit nur einem Thema pro Newsletter vielleicht mehr Erfolg haben. Wenn Sie bisher drei Themen pro Mail bringen, reduzieren Sie das auf ein Thema und verdreifachen Sie Ihre Frequenz. Das bedeutet kaum Mehrarbeit, ist für die Empfänger aber einfacher. Sie wissen sofort, ob das Thema etwas für sie ist. Und alle, die das zweite oder dritte Thema interessiert, das erste aber nicht, verpassen nichts, weil “ihre” Themen gleich ganz oben stehen.

2) Mit Punkten geizen

Je länger Ihre Sätze, desto schwieriger sind sie zu lesen. Geizen Sie daher nicht mit Punkten und machen Sie aus einem langen Satz besser zwei.

3) Fach- und Fremdwörter großzügig einsetzen

Auch Experten haben nichts dagegen, wenn sie einen Text schnell lesen können.

Fachwörter lassen Sie nicht als Experten erscheinen. Studien zeigen, dass der Autor eines Textes um so intelligenter eingeschätzt wird, desto verständlicher sein Text ist. Zu viele oder zu komplizierte Fachwörter schaden also nicht nur der Lesbarkeit, sondern auch dem Image.

4) Für Deutschlehrer schreiben

Vergessen Sie die Struktur von Schulaufsätzen. Vergessen Sie die Vorgabe, möglichst viel Abwechslung durch unterschiedliche Wörter in Ihre Texte zu bringen.

Sie schreiben im Internet für Menschen, die weniger Geduld haben als Ihr Deutschlehrer damals. Und selbst der ist im Internet weniger geduldig als in der Schule.

Sätze dürfen auch mal umgangssprachlich sein. Oder unvollständig. So bringen Sie mehr Persönlichkeit rüber und Sie machen Ihre Texte leichter lesbar.

5) Sachlich schreiben

Wer zu sachlich schreibt, wirkt langweilig. Schreiben Sie am besten nur über Themen, die Sie persönlich interessieren. Dann fällt es am leichtesten, Begeisterung zu vermitteln.

Sind Sie nicht selbst begeistert, versuchen Sie, Ihre Adressaten zu verstehen. Vermitteln Sie, warum diese sich für das Thema begeistern sollten.

6) Vorhersehbar bleiben

Liefern Sie immer nur, was von Ihnen erwartet wird, dann werden Sie auf Dauer langweilig. Natürlich ist es wichtig, seine Glaubwürdigkeit zu erhalten und die Erwartungen nicht zu enttäuschen.

Aber gelegentlich sollten Sie Ihre Leser überraschen. Behandeln Sie ein ungewöhnliches Thema. Erzählen Sie eine persönliche Anekdote (die zum Thema passt). Oder verwenden Sie ungewöhnliche Wörter.

7) Umständlich schreiben

Füllwörter blähen Texte auf. Das macht sie nicht nur länger und damit schwer zu lesen, sie machen Texte auch schwerfälliger und bremsen jede Begeisterung.

Verzichten Sie auf Wörter wie:

  • aber
  • auch
  • ja
  • ebenso
  • durchaus
  • sehr
  • besonders
  • eigentlich
  • prinzipiell

Adjektive (Eigenschaftswörter) setzen Sie am besten sparsam ein. Doppelte Adjektive sind fast immer überflüssig – an einem schönen sonnigen Morgen kann in einem Roman passend sein, in einem Webtext sprechen Sie besser nur von einem sonnigen Morgen. Sonnig impliziert für die meisten Menschen auch schön, und das Wort sonnig ist konkreter als schön.

8 ) Werbesprech sprechen

Wer in Werbesprache schreibt, schreckt fast jeden ab. Superlative vermeiden Sie besser – wer nur die besten Produkte oder sogar nur die allerbesten Produkte verkauft, wirkt unseriös.

Natürlich dürfen Sie die Vorzüge Ihrer Produkte/Dienstleistung/Firma darstellen. Machen Sie das aber besser nüchtern und belegen Sie Ihre Behauptungen.

9) Eigene Regeln erfinden

Die Regeln für effektives Texten, für benutzerbezogene Themenwahl oder für überzeugende Handlungsaufforderungen kann man ignorieren. Doch dann muss man sich nicht wundern, wenn man keinen Erfolg hat.

Versuchen Sie nicht, zu originell zu sein. Wer die Regeln beherrscht, der darf sie auch mal brechen. Aber er muss wissen, was er tut und sollte auch kontrollieren, ob es funktioniert.

Sehen Sie sich an, wie andere arbeiten. Lesen Sie Newsletter, Blogs und Bücher zum Thema und tauschen Sie sich mit Kollegen aus.

10) Regeln für lesbaren Text ignorieren

Der beste Text wird nicht gelesen, wenn er zu klein ist oder anderweitig schlecht lesbar.

Achten Sie auf:

  • Ausreichend große Schrift (15 Punkt sind ein guter Anhaltspunkt)
  • Genug Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund
  • Eine klare Schriftart (Font)
  • Genug Weißraum (Zeilenabstand, Absatzabstand und Abstand zwischen Text und Seitenrand/Bildern etc.)
  • Nicht zu breite Zeilen (ca. 60 Zeichen pro Zeile sind optimal)

11) Nicht Korrekturlesen

Seine eigenen Texte nicht zu redigieren ist Faulheit. Sie sind es Ihren Lesern schuldig, dass Sie sich zumindest die Mühe machen, einmal gründlich über Ihren Text zu gehen, bevor Sie diesen verschicken/veröffentlichen.

Am besten ist es, das einen Kollegen erledigen zu lassen – ein Anderer sieht auch Dinge, die einem selbst nicht auffallen. Zum einen hat man den Text ja selbst geschrieben und steckt daher einfach tiefer drin. Zum anderen hat jeder andere Marotten (z.B. Fehler, die er immer wieder macht oder Füllwörter, die er gern verwendet).

Geht das nicht, dann lassen Sie Ihren Text wenigstens eine Stunde liegen und lesen Sie ihn dann nochmal. Achten Sie auf Folgendes:

  • Kann man Wörter kürzen?
  • Lassen sich lange Sätze in zwei aufteilen?
  • Ist es sinnvoll, mehr Absätze zu verwenden?
  • Können Sie manche Absätze als Listen statt als Fließtext schreiben?
  • Sind alle wichtigen Schlüsselwörter/-passagen in fett gesetzt?
  • Kommen die wichtigsten Schlüsselwörter, die Ihre Leser suchen, ausreichend oft im Text vor?

Wenn Sie die Tipps im Original nachlesen möchten: 11 Ways to Bore the Boots Off Your Readers




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