7 lohnende Split-Tests für Ihr nächstes Mailing

Der erste Eindruck zählt. Das gilt natürlich auch für Ihren Newsletter. Daher ist die Willkommensmail so eine großartige Chance, einen guten Eindruck zu machen.

Sollten Sie noch gar keine Willkommensmail verschicken, dann ändern Sie das am besten sofort. Denn direkt nach dem Eintragen seiner Mailadresse ist der Empfänger noch hoch motiviert. Gerade hat er Ihren Newsletter abonniert – und er hat es jetzt sicher noch nicht vergessen. Mehr zur Willkommensmail siehe Die perfekte Willkommensmail

Damit Ihre Willkommensmails noch effektiver werden, lohnt es sich, einen Blick auf die 7 Testempfehlungen vom Unbounce-Blog zu werfen, die als Inspiration übrigens auch für reguläre eMails hervorragend sind!

1) Testen Sie Zeit und Frequenz

Über den besten Zeitpunkt, seine Newsletter zu verschicken, wurde schon viel geschrieben (So finden Sie den richtigen Versandtag). Mein persönliches Fazit ist: jede Empfängerliste ist anders und da sich deren Zusammensetzung und Erwartungen im Lauf der Zeit ändern können, testen Sie das am besten selbst regelmäßig.

Interessant ist auch die Idee, genauso die Willkommensmails daraufhin zu testen: Zu welcher Zeit kommen diese am besten an?
Für einen solchen Test brauchen Sie natürlich ein bestimmtes Volumen. Wenn Sie das haben, können Sie hier genauso Split-Tests durchführen wie bei ganz normalen Mailings.

Ein guter Ausgangspunkt ist die Zeit, zu der sich der neue Empfänger angemeldet hat: War das z.B. um 11 Uhr abends, können Sie davon ausgehen, dass dies eine Zeit ist, zu der dieser Empfänger am Computer sitzt und sich mit Inhalten befasst. Sicher sein können Sie sich natürlich nie – vielleicht war dieser Abend die absolute Ausnahme.

Aber wie gesagt: Mit Hilfe von Tests bekommen Sie heraus, was funktioniert.

Auch die Menge bzw. die Frequenz der Mailings können Sie testen: Es muss nicht bei einer Willkommensmail bleiben, Sie können auch eine ganze Kaskade einsetzen und per A/B-Test prüfen, ob das angenommen wird. (Siehe auch Wie erkenne ich, dass ich zu viele Mails verschicke?)

2) Experimentieren Sie mit Dringlichkeit

Dringlichkeit kann sehr effektiv sein: “Nur noch 3 Tage bis zum Ende Ihrer Probemitgliedschaft!”

Dabei muss man aber sehr aufpassen, dass die Empfänger Ihre dringliche Mail nicht als drängelnd empfinden.

Sicherheitshalber testen Sie also am besten, ob solche Mails den gewünschten Effekt haben.

Denken Sie dabei immer daran, auch eine Kontrollgruppe mit zu testen – normalerweise haben Sie also drei Gruppen für den Split-Test:

  1. Die Kontrollgruppe, die keine Mails bekommt, die mit Dringlichkeit spielen
  2. Variante A einer Aufforderung (z.B. “In 3 Tagen läuft die Mitgliedschaft aus.”)
  3. Variante B (z.B. “Schnell handeln! Sie haben nur noch 3 Tage!”)

3) Probieren Sie Segmentierung & Personalisierung

Je besser Sie die Interessen Ihrer Nutzer ansprechen, desto erfolgreicher sind Ihre Mailings.

Nutzen Sie die frühe Phase Ihrer Beziehung zu den Neuabonnenten. In dieser können Sie davon ausgehen, dass deren Interesse an Ihnen und Ihren Inhalten hoch ist. Testen Sie nun also, wie sie auf unterschiedliche Angebote reagieren. Damit gewinnen Sie wertvolle Informationen, um alles, was Sie in Zukunft verschicken, noch besser auf deren Interessen zuzuschneiden.

Und berücksichtigen Sie vielleicht auch, woher die Neuabonnenten kamen: Je nach Landing Page über welche sie sich angemeldet haben, können Sie mit unterschiedlichen Inhalten in Ihren Willkommensmails experimentieren.

4) Fragen Sie nach Feedback

Gute Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Und doch sind die meisten Newsletter genau das.

Daher gefällt mir die Idee sehr gut, gleich in der Willkommensmail den Neuabonnent nach Feedback zu fragen.

Knüpfen Sie an an die Landing Page, über die er kam. Oder fragen Sie nach seinen Erwartungen, seinen Wünschen.

Im Idealfall lernen Sie so

  1. welche Inhalte die Abonnenten wirklich interessieren und
  2. was die Besucher dazu bringt, Ihren Newsletter zu abonnieren.

Und wenn Sie schon mit Neuem experimentieren: Probieren Sie in einem Split-Test am besten gleich, wie Sie das meiste und das qualifizierteste Feedback bekommen.

5) Experimentieren Sie mit Extras

Ganz fundamental ist es, dass Sie Ihren Abonnenten liefern, was diese erwarten. Enttäuschen Sie die Empfänger, verabschieden sie sich schnell wieder.

Denken Sie immer an den Spruch:

Versprechen Sie lieber weniger, liefern Sie lieber viel.

In diesem Sinn lohnt sich ein Experiment mit Geschenken: Wenn Sie mehr liefern als erwartet, dann bleiben Sie positiv in Erinnerung. Das Geschenk kann etwas ganz Kleines sein: Ein kostenloses White Paper zum Beispiel. Oder der Zugang zur Aufzeichnung eines Webinars. Oder eine kostenlose Erweiterung.

Testen Sie, welche Auswirkungen solche Aktionen auf Öffnungs- und Klick-Rate haben. Je früher Sie das machen, desto enger können Sie die Bindung Ihrer Empfänger an Sie machen.

6) Testen Sie die Gestaltung

Was funktioniert besser:

A) Ein Newsletter, der aussieht wie ein Mail von einem Freund? Kaum gestaltet, nur Text, visuell reduziert auf das Allernötigste?

Oder B) ein aufwändig gestaltetes Mail mit großen, professionellen Fotos?

Die Antwort, wie so oft: Es kommt drauf an. Und zwar auf Ihre Zielgruppe.

Die wollen Sie nicht verwirren, indem Sie treuen Abonnenten auf einmal Test-Mails schicken, die ganz anders aussehen als bisher.

Aber mit Neuabonnenten lohnt sich ein Experiment: Schicken Sie einer Kontrollgruppe Willkommensmails, die wie bisher aussehen. Und dann Gruppe A den textlastigen Newsletter, Gruppe B einen modernen und bildlastig gestalteten.

7) Versuchen Sie, Nutzer zu reaktivieren

Dieser letzte Tipp gilt nur für Spezialfälle. Hat ein Abonnent sich aus Ihrer Empfängerliste ausgetragen, dürfen Sie ihn nicht mehr behelligen.

Haben Sie aber z.B. eine eMail-Kampagne für Testnutzer, dann können Sie diese kontaktieren, auch nachdem deren Testperiode abgelaufen ist.

Angenommen, die Nutzer können Ihren Service 30 Tage kostenlos nutzen. Natürlich schicken Sie kurz vor Ende dieses Zeitraums eine Mail, mit der Sie die Testnutzer zu Kunden machen wollen.

Aber auch dann, wenn die Testperiode vorbei ist, können Sie nochmal nachfragen. Z.B. 3 Tage danach. Und nochmal 14 Tage danach. Und vielleicht sogar 3 Monate danach.

Probieren Sie es einfach mal und testen Sie, was funktioniert.

Den ganzen, sehr lesenswerten Beitrag mit einigen Beispielen mehr finden Sie im Unbounce-Blog:
7 A/B Tests You Should Be Running On Your Welcome Emails




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