Checkliste: Die perfekte Landing Page

Hat ein Empfänger einen Link in Ihrer eMail geklickt, dann haben Sie gute Arbeit geleistet. Der nächste Schritt ist, dass er auf der Landing-Page weiter tut, was Sie gerne möchten. Dazu im Folgenden zehn effektive Tipps.

Landing Pages sind unverzichtbar. Links aus eMails oder von Werbeanzeigen einfach auf die Startseite zu führen bedeutet enorme Streuverluste. Sie haben die einmalige Möglichkeit, den Benutzer ganz gezielt zu führen, wenn er von einem speziellen Link kommt. Verschenken Sie diese nicht.

1. Definieren Sie das Ziel

Nehmen Sie sich die eine Minute um aufzuschreiben, was Sie mit der Landing Page erreichen wollen. Nicht selten merkt man dabei, dass das Ziel doch gar nicht so eindeutig ist, wie gedacht.

Und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Das Ziel einer Landing Page ist idealerweise kurz und knackig. Zum Beispiel soll die Landing Page den Leser dazu bringen,

  • den Newsletter zu abonnieren,
  • einen Beratungstermin zu vereinbaren oder
  • das Produkt XY zu kaufen.

2. Passen Sie die Überschrift an den Linktext an

Die prominente Überschrift auf der Landing Page sollte dem Text entsprechen, den Sie für den Link verwendet haben. Ist in Ihrer eMail etwa folgender Text verlinkt:

Sehen Sie, warum *TurboToast* so schnell toastet

Dann nutzen Sie am besten genau diesen Text als Überschrift auf der Produktseite, auf der Sie die Vorzüge dieses Toasters beschreiben.
Die Standard-Produktseite hat etwa eine Überschrift wie:

Die Vorteile von *TurboToast*

Das ist zwar in Ordnung, aber besser geführt wird der Benutzer, wenn er auf der Landing Page den gleichen Text wiederfindet. So kommt kein Zweifel auf, dass die Frage, wegen derer er den Link geklickt hat, auf dieser Seite beantwortet wird.

3. Bringen Sie einen klaren Call-to-Action

Lassen Sie den Besucher nicht darüber im Unklaren, was er auf der Landing Page tun kann bzw. soll. Heben Sie die Handlungsaufforderung (Call-to-Action) auch grafisch hervor. Sorgen Sie dafür, dass sie sofort ins Auge springt, und dass der Nutzer nicht erst scrollen muss, um sie zu sehen.

Es kann es auch mehrere Handlungsaufforderungen geben, aber denken Sie daran: je weniger Sie vorschlagen, desto effektiver ist jede einzelne.

4. Lenken Sie möglichst wenig ab

Haben Sie einen klaren Call-to-Action verlinkt, dann gestalten Sie die Landing Page wie eine Warenkorb-Seite: Geben Sie möglichst wenig Möglichkeiten, etwas anderes zu tun. Ist der Link zum Beispiel folgender gewesen:

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Dann möchte der Nutzer nun tatsächlich genau das tun. Bieten Sie ihm aber auf der Landing Page noch Links zu Ihren besten Produkten oder zu neuesten Tricks an, dann locken Sie ihn wieder weg von dem, wozu er eigentlich schon bereit war.

Denken Sie auch darüber nach, ob die Standard-Navigation auf der Landing Page nicht verzichtbar ist.

5. Bauen Sie keine Sackgasse

Dieser Tipp ist sozusagen das Gegenteil vom vorigen: Schicken Sie den Nutzer nicht in eine Sackgasse. Obwohl Sie möglichst wenige andere Links vorsehen sollten, sollten Sie trotzdem nicht ganz auf sie verzichten.

Sorgen Sie nur dafür, dass es nur die nötigsten sind (zur Startseite etwa oder zu den Datenschutzrichtlinien). Und gestalten Sie die Links dezent, so dass der Nutzer sie möglichst nur wahrnimmt, wenn er nach ihnen sucht.

6. Schaffen Sie Vertrauen

Versetzen Sie sich in den Leser: Sind die Informationen auf der Landing Page ausreichend, um ihn zu überzeugen? Erklären Sie so viel wie nötig, erklären Sie etwa, was Sie mit seiner eMail-Adresse vorhaben, wie er bezahlen kann oder wann Sie ihn anrufen.

7. Schreiben Sie sich nicht um Kopf und Kragen

Und wieder ein scheinbarer Widerspruch zum vorigen Tipp: Schreiben Sie so knapp wie nur irgend möglich. Geben Sie alle Informationen, die der Leser braucht, aber langweilen Sie nicht mit zu vielen. Also: Schreiben Sie so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.

Auch dieser Tipp gilt generell, er ist nur bei Landing Pages besonders wichtig.

8. Schreiben Sie aus Sicht des Lesers

Und auch diesen Rat sollten Sie besonders auf Landing Pages beherzigen: Schreiben Sie, was der Leser davon hat, Ihrem Call-to-Action zu folgen. Beschreiben Sie also nicht die Vorteile Ihres Produkts oder was Sie sich dabei gedacht haben. Beschreiben Sie, welche Vorteile der Leser hat, wenn er es nutzt.

9. Bringen Sie die wichtigsten Argument am Anfang & Ende

Fast jeder überfliegt längere Texte. Daher sollten Ihre überzeugendsten Argumente am Anfang kommen. Und ein sehr gutes am Schluss, direkt vor dem Call-to-Action.

10. Testen Sie

Wie immer gilt: Keine Annahme ist so gut wie ein Test. Probieren Sie also aus, was am besten funktioniert.




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