Die Faszination fremder Geschichten nutzen

Im letzten Blogbeitrag haben Sie gelesen, wie Sie ein vermeintlich langweiliges Whitepaper so aufbauen können, dass Ihre Leser es tatsächlich spannend finden (Storytelling ist unwiderstehlich).

Hier nun noch zwei Tipps, welche alternativen Methoden des Storytellings Sie dafür auch noch einsetzen können. Diese sind besonders geeignet, wenn Ihnen nichts einfällt, wie Sie Ihr vermeintlich wenig spannendes Beispiel interessant erzählen können.


In solchen schwierigeren Fällen können Sie eine fremde Geschichte nutzen:

Historische Geschichten

Erzählen Sie eine bekannte Geschichte wieder und zeigen Sie, wie diese der Ihrer Kunden oder Ihrer eigenen ähnelt. Oder Sie erzählen die Geschichte einer bekannten Persönlichkeit oder einer wichtigen Erfindung. Konstruieren Sie damit eine Parallele zu Ihrer eigenen Geschichte, zu Ihrem Produkt, Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Unternehmen.

Um Innovationen zu illustrieren, wird z.B. immer wieder gern von Henry Ford erzählt. Er hat die Fließbänder zwar nicht erfunden, hat sie aber 1913 in seiner Autofabrik eingeführt und wurde damit auf Jahre hinweg Marktführer – und damit auch zum Begründer der modernen Automobilindustrie.

Ford hatte nicht nur technischen Weitblick und Innovationsgeist, sondern er war auch ein Marketing-Genie. Auf die Frage, woher er wusste, dass sein “Modell T” ein so großer Erfolg werden würde, sagte er:

Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie geantwortet: Schnellere Pferde.

Mit diesem Zitat kann man viele Marketing- und Produktentwicklungs-Geschichten verstärken: Manchmal ist es nötig, selbst Innovationen zu machen und sie auf dem Markt zu testen, weil die Kunden den Nutzen ganz neuer Produkte noch gar nicht kennen.

Die Geschichte, die Sie erzählen, muss gar nicht besonders nahe an Ihrer Branche sein. Auch die Erfolgsgeschichten von Sportlern, Forschungsreisenden o.Ä. eignen sich.

Die Erleuchtungs-Geschichte

Ein weiteres bewährtes Schema von Geschichten, die immer funktionieren, ist die einer großen Erkenntnis, eines starken Wandels einer Person.

Diese hat zwei Varianten:

Ein Held geht einen steinigen Weg, müht sich lange ab und erreicht schließlich die Erleuchtung/löst das große Rätsel.

Bei der zweiten Variante ist entscheidend, dass der Held einen Meister oder Lehrer trifft, der ihm die entscheidenden Impulse gibt.

Das bekannteste Beispiel einer solchen Geschichte ist die von Luke Skywalker in Star Wars. Erst das Treffen mit Obi-Wan Kenobi macht den Jungen bereit, der Held zu werden, der er nachher ist.

Solche Mentoren-Geschichten können Sie auf zwei Weisen erzählen.

Entweder aus Ihrer Sicht: Sie haben die Lösung mit Hilfe eines Beraters/Ideengebers/genialen Erfinders gefunden.

Oder Sie erzählen die Geschichte aus Sicht des Kunden. Dabei sind Sie dann der Mentor eines Refernzekunden und Sie helfen Ihm, sein Problem zu lösen.
Diese Variante ist meist die beste – denn dann sieht der Kunde, dass er sein Problem selbst lösen kann (mit etwas Hilfe von Ihnen). Sie müssen nur vorsichtig sein, dass Sie sich wirklich als Mentor darstellen, nicht als Guru, der blinden Gehorsam verlangt und ein Abhängigkeitsverhältnis herstellen will.

Dabei sind Sie also nicht der Deus-ex-machina, der Gott, der von der Theaterdecke schwebt, und die scheinbar unlösbare Situation für die Handelnden auflöst. Vielmehr sind Sie der verständnisvolle Mentor, der dem Helden hilft zu wachsen und sein Ziel zu erreichen.

Generell eine sehr gute Einstellung Ihren Kunden gegenüber. Wenn Sie diese kultivieren, werden Sie automatisch bessere Newsletter und andere Marketingtexte schreiben.




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