Schöne Schriften – Webfonts in E-Mails

Im Web sind spezielle Schriftarten seit Jahren kein Problem. Mit Webfonts kann man auch exotische Schriften ohne Probleme auf allen HTML-Seiten verwenden.

Doch bei E-Mails sieht das anders aus. Die Mailclients sind teilweise noch sehr weit hinterher, was die Unterstützung von modernen HTML-/CSS-Techniken angeht.

Was tun, wenn Chefs, Auftraggeber oder CI-Verantwortliche erwarten, dass die Newsletter genau so aussehen wie alle andere Kommunikation auch?

Die sichere, wenig befriedigende Lösung: Sie nutzen Schriftarten, die auf praktisch allen üblichen Systemen verfügbar sind. In den meisten Fällen bekommt man mit diesen aber kein dementsprechendes Design hin.

Die sicheren Fonts sind:

Cross-Platform-Schriftarten ohne Serifen

Screenshot Website Google Fonts

Google Fonts z.B. bietet viele Schriften an, die kostenlos für Webseiten wie für E-Mails nutzbar sind. Es ist einer der am weitesten verbreiten Dienste für Webfonts.

  • Arial, Arial Black
  • Tahoma
  • Trebuchet MS
  • Verdana
  • Century Gothic
  • Geneva
  • Lucida, Lucida Sans, Lucida Grande

Cross-Platform-Schriftarten mit Serifen

  • Georgia
  • Times, Times New Roman
  • MS Serif
  • New York
  • Palatino, Palatino Linotype

Cross-Platform-Schriftarten mit fester Laufweite

  • Courier, Courier New
  • Lucida Console
  • Monaco

Webfonts in E-Mails

Einige Mailclients können mit Webfonts umgehen. Das heißt, sie stellen Schriften genauso dar wie moderne Browser.

Per CSS lassen sich Fonts einbinden, die auf dem System des Nutzers nicht installiert sind. Diese werden dann vom Server geladen und zur Darstellung der Mail genutzt.

Das können die Mailprogramme von Apple (iOS und Mac), die Android-Mail-App (nicht aber Gmail) und Thunderbird. Die fast schon historische Version Outlook 2000 kann das auch – die neueren Versionen von Outlook leider nicht.

Das heißt: Wenn Sie nicht gerade einen Newsletter über Apple-Themen schreiben, werden die meisten Ihrer Empfänger die Mails nicht mit Webfonts sehen.

Sie müssen also dafür sorgen, dass die Mails dann auch ordentlich angezeigt werden, im Idealfall einigermaßen ähnlich. Sie definieren also so genannte Fallback-Fonts. Das heißt, Sie legen fest, welche Fonts der Mailclient nutzen soll, wenn er mit Webfonts nicht umgehen kann.

Genügt es Ihnen, dass diese Fallback-Lösung ordentlich aussieht und gut lesbar ist, dann ist das schnell erledigt. Wenn Sie aber den Anspruch haben, dass die Mail so ähnlich wie möglich sein soll, dann wartet einiges an Arbeit auf Sie.

Hauptgrund dafür ist, dass sich die Größe der Zeichen sehr unterscheidet: Die Höhe eines A in 14 Punkt zum Beispiel kann sich von Schriftart zu Schriftart um bis zu 10 Prozent unterscheiden – und die Breite teilweise sogar noch mehr.

Wenn Sie sich in das Abenteuer stürzen wollen, das zu optimieren, sollten Sie diesen englischen Beitrag lesen, in dem genau beschrieben wird, wie Sie das anstellen. Das Ergebnis ist beeindruckend: Webfont alternatives, fallbacks & Outlook




Keine Kommentare möglich.