So retten Sie Ihren Newsletter

Der Albtraum jedes Newsletter-Betreibers: Die Abonnentenzahlen bröckeln. Stetig tragen sich Nutzer aus, kaum neue kommen hinzu. Die Öffnungsrate zeigt langfristig nach unten.

Was tun?

Keine Panik

Immer sinnvoll ist es, keine Panik zu bekommen und auch nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Genauso wenig, wie Sie einfach Wegsehen sollten. Je früher Sie Gegenmaßnahmen ergreifen, um so besser.

Analyse der Ursachen

Die wichtigste Frage steht am Anfang: Was ist los? Seit wann besteht das Problem? Woher kommt der Trend? Werfen Sie einen genauen Blick auf Ihre Kennzahlen (siehe Erfolg steigern durch Kampagnenanalyse).

Sehen Sie sich die Inhalte Ihrer letzten Mails an und vergleichen Sie diese mit den Inhalten aus der Zeit, als noch alles gut war. Beurteilen Sie möglichst objektiv, ob die Qualität gleich geblieben ist. Ob die Themen sich verändert haben. Am besten ziehen Sie jemanden hinzu, der ihren Newsletter nicht kennt und legen ihm die Inhalte vor.

Überlegen Sie auch, ob sich Ihre Zielgruppe stark verändert hat. Hat sie inzwischen vielleicht andere Interessen? Hat sie inzwischen z.B. ein Produkt gekauft, was sie lange geplant hat, dann sind sie an anderen Infos interessiert als diejenigen, die noch in der Entscheidungsphase stecken.

Prüfen Sie auch, ob die Zielgruppe überhaupt noch die ist, die Sie ansprechen möchten.

Gibt es konkrete Beschwerden? Haben Ihnen einzelne Abonnenten geschrieben? Wenn ja, sind das Einzelmeinungen oder ist an den Aussagen etwas dran? Was wird sonst über Sie und Ihre Marke online gesprochen?

Sie können auch Ihre Empfänger selbst fragen. Starten Sie eine Umfrage und bitten Sie diese um Feedback. Allein diese Maßnahme hat schon einen positiven Effekt, weil sich die Empfänger mit ihren Interessen ernst genommen fühlen. Und wenn Sie eine Belohnung für die Teilnahme an der Umfrage ausschreiben, kann die Abonnentenzahl auch deshalb schon in die Höhe gehen.

Plan schmieden

Haben Sie die Ursache, ist der schwerste Schritt geschafft. Leider ist es oft so, dass Sie sich nicht sicher sind und nur eine Vermutung haben. Dann testen Sie diese Hypothese. Nicht zu lange, denn wenn die Ursache woanders lag, verstreicht wertvolle Zeit. Geben Sie den Maßnahmen aber ein paar Monate, Wirkung zu zeigen.

Setzten Sie Meilensteine fest. Wann wollen Sie was erledigen und wie sollen die Kennzahlen in 4, 6, 8 und 12 Wochen aussehen?

Wie wollen Sie vermeiden, dass das Problem in Zukunft nochmal auftritt?

Vertrauen zurückgewinnen

Haben Sie ein größeres Problem als Ursache entdeckt, geben Sie es zu. Und zwar den Empfängern Ihres Newsletters gegenüber. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Hintergründe (kurz!) und beschreiben Sie vor allem, was Sie planen.

Dieser Schritt mag schwer fallen, aber fast alle Menschen reagieren positiv darauf. Sie können in dieser Situation auch um Hilfe bitten. Das funktioniert erstaunlich gut. Die Hilfe kann so aussehen, dass die Empfänger ihre Wünsche äußern. Dass Sie den Newsletter weiter bekannt machen, Fan Ihrer Facebook-Seite werden oder darüber twittern. Natürlich sollten Sie diese Anregung so formulieren, dass über die Änderungen berichtet wird, nicht über Ihre Probleme.

Harte Schnitte vorsehen

Manchmal kann es auch nötig sein, einen harten Schnitt zu machen. Hat sich Ihre Zielgruppe vielleicht so stark verändert, dass die vorhandenen Abonnenten dazu einfach nicht mehr passen, bringt es Ihnen wenig, an diesen festzuhalten. Schlagen Sie auch offen vor, den Newsletter zu kündigen, wenn jemand kein Interesse mehr hat und ihn Ihre Pläne für die Zukunft nicht überzeugen.

Es bringt Ihnen nichts, eine möglichst große Liste mit Empfängern zu haben, die inaktiv sind, Ihre Mails als Spam markieren oder nie zu Kunden werden.

Vielleicht müssen Sie die Frequenz ändern. Bei einem Newsletter sollte man das generell nur mit Bedacht tun, aber vielleicht müssen Sie ehrlich feststellen, dass Sie nicht genug Stoff für zwei Mails pro Woche haben. ist das so, dann scheuen Sie davor nicht zurück. Machen Sie das aber nicht still und heimlich, sondern kündigen Sie auch das an, sonst wundern sich treue Leser.

Auch eine inhaltliche Neuausrichtung kommunizieren Sie am besten ganz offen. Geben Sie auch den Grund dafür an und reden Sie nicht darum herum. Dass Sie mehr Interesse haben, neue Kunden zu gewinnen, ist ja nichts Schlimmes. Geben Sie nur den aktuellen Abonnenten immer das Gefühl, dass Sie deren Interessen sehen.

Basis ausbauen

Der vorige Schritt kann Ihre Adressatenliste verkleinert haben. Das ist aber nicht schlimm, denn danach haben Sie nur noch diejenigen darauf, die sie dort auch haben wollen.

Sorgen Sie dann im nächsten Schritt dafür, dass die Liste wieder wächst. Viele Hinweise dazu finden Sie hier: Checkliste Maßnahmen zur Vergrößerung der Empfängerliste

 




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