Tipps zur Bildauswahl für Mails & Webseiten

Ansprechend gestaltete eMails erwarten Ihre Empfänger heute generell. Schön ist es, wenn Sie außerdem noch ein paar Bilder einbinden können, um Ihre Newsletter weiter visuell aufzuwerten.

Doch das ist nicht so einfach, wie es klingt. Denn erstens müssen Sie die passenden Bilder erstmal besorgen. Und zweitens müssen Sie dabei auch ein paar rechtliche Dinge beachten, damit es keinen Ärger gibt.

Welche Bilder wollen wir sehen?

Viele erliegen der Versuchung und nehmen einfach irgendwelche schönen Fotos und meinen damit, ihre Mailings zu verbessern. Doch das funktioniert nur bedingt.

In Usability-Tests stellt man immer wieder fest: Die Nutzer merken, wenn es einfach nur irgendwelche Bilder sind und äußern sich nicht selten negativ über diese. Speziell lächelnde Menschen, blühende Landschaften und Fotos von zwei Händen, die sich drücken, hat man schon tausendmal gesehen. Dadurch wird ein Mail (wie auch eine Webseite) beliebig, austauschbar.

Was dagegen immer funktioniert, sind Bilder, die etwas mit Ihnen und/oder Ihren Nutzern zu tun haben.

Also etwa:

  • Produktfotos
  • Fotos von Menschen, die Ihre Produkte oder Dienstleistungen benutzen
  • Fotos von Ihren Produktionsstätten, Büros o.Ä.
  • Portraits von Mitarbeitern, mit denen Ihre Empfänger zu tun haben (Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer…), besser sogar noch Fotos von diesen Menschen im Einsatz
  • Diagramme, Schaubilder etc., die Abläufe, Funktionen oder Hintergründe verdeutlichen

Wenn Sie selbst oder Kollegen diesen Erfahrungen nicht trauen, dann machen Sie einfach einen Test mit Ihren Empfängern. Setzen Sie eine Split-Kampagne auf mit verschiedenen Bildvarianten und kontrollieren Sie Klickraten, Lesedauer o.Ä. (siehe Mehr Erfolg dank Split-Kampagnen).

Woher bekommen Sie passende Bilder?

Foto Schreibtisch

Schöne Fotos lockern Webseiten wie Newsletter auf. Doch fragen Sie sich immer: Was soll das Bild? Einfach nur schön wie hier reicht nicht. Quelle: bossfight.co

Am besten ist es natürlich, wenn Sie einen Profi-Fotografen engagieren, der speziell für Sie fotografiert. Aber das ist nicht immer praktikabel – denn das kostet nicht wenig, und es dauert seine Zeit.

Eine viel genutzte alternative Quelle sind Bilddatenbanken. Sie verkaufen das Nutzungsrecht für viele Fotos, die Sie sich aus einem mehr oder weniger umfangreichen Archiv heraussuchen können.

Die Preise unterscheiden sich erheblich – es gibt einige Anbieter, die nur kostenloses Material haben, andere, bei denen Sie dreistellige Beträge pro Foto zahlen und praktisch alles dazwischen.

Die Qualität der kostenlosen Bilder ist teilweise überraschend hoch – Sie können aber davon ausgehen, dass diese und die sehr billigen Fotos für wenige Euros in vielen Mailings, auf unzähligen Webseiten und in einigen Broschüren auftauchen werden. Wer Wert darauf legt, besonders zu bleiben, der muss etwas mehr Geld ausgeben.

Wie viele Fotos brauchen Sie?

Auf die Frage, wie viele Bilder man pro Mailing braucht, gibt es keine gute Antwort. Denn je nach Länge des eMails und dessen Gestaltung kann es besser mit mehr oder weniger Bildern aussehen.

Je konkreter und besser Ihre Fotos sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, die richtige Anzahl auszuwählen. Haben Sie das Gefühl, Sie könnten 2 nehmen oder 12, dann spricht das dafür, dass Ihre Bilder beliebig sind und vielleicht sogar überflüssig.

Wie platzieren Sie die Bilder am besten?

Generell ist Text leichter zu lesen und zu überfliegen, wenn er eine durchgehende linke Kante hat. Das heißt, für die Lesefreundlichkeit spricht eine Anordnung am rechten Seitenrand.

Machen Sie die Bilder nicht zu klein, gerade auf Produktfotos wollen die Empfänger Details erkennen. Und binden Sie die Bilder am besten nicht direkt in die Mails ein, sondern setzten Sie nur Verweise. Das hält die Übertragungszeit der eigentlichen Mail gering und vermeidet, dass die Spamfilter anschlagen (die eingebundene Bilder als Spam-Merkmal klassifizieren).

Letztlich ist das Hauptkriterium die Ästhetik: Ordnen Sie die Bilder so an, dass es gut aussieht, denn das ist ja der Grund, warum Sie sie einbauen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die rechtlichen Probleme, die Bilder Ihnen machen können. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Blogpost!




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