Typische Fehler bei Adventsmailings, die man vermeiden sollte

Ich muss zugeben: Wenn ich vom Adventskalender eines Unternehmens-Newsletters lese, fürchte ich immer das Schlimmste. Die Gefahr bei diesen Kampagnen ist, dass man einfach nicht genug Ideen für 24 Aussendungen hat. Peinlich, wenn Tag für Tag Mails kommen, die keinen interessieren.

Viele Unternehmen denken bei ihren Adventskalendern zu wenig an die Empfänger und was diesen Freude macht. Mit schönen Bildchen oder Videos, in denen sich das Unternehmen womöglich auch noch selbst darstellt, ist es nicht getan – auch nicht, wenn diese vermeintlich witzig oder süß sind, denn da haben viele Empfänger einen ganz anderen Geschmack.

Aber: Natürlich gibt es tolle Beispiele für gut gemachte Adventskalender-Kampagnen.

Foto Adventskalender

Für Adventskalender gilt, ob real oder per Newsletter: Auf den Inhalt kommt es an.

Lassen Sie die Empfänger virtuelle Türchen öffnen, hinter denen sich Dinge verbergen, die tatsächlich nützlich sind für diese. Das können vor allem im Bereich B2C sein:

  • Gutscheine
  • Verlosungen von attraktiven Produkten
  • Vorlagen für Geschenkanhänger oder Baumschmuck
  • Geschenkpapier zum Ausdrucken
  • Checklisten für die Vorbereitung der Feiertage
  • Geschenktipps

Rücken Sie bei den Tipps vorsichtig in den Fokus, wie Ihre Produkte nicht für den Newsletterempfänger, sondern für jemand anderen nützlich sein können. Damit bringen Sie Ihre Produkte als mögliche Geschenke ins Rennen.

Für Geschäftskunden eignen sich eher diese Ideen:

  • Tipps für erfolgreiche berufliche Weihnachtsfeiern
  • Textbausteine für die Ansprache vor den Mitarbeitern auf der Weihnachtsfeier
  • Textvorschläge für pfiffige Weihnachtsglückwünsche
  • Checklisten für einen entspannten Jahreswechsel im Beruf
  • E-Books für die Feiertage (da haben viele Entscheider endlich mal die Zeit, sich mit einem wichtigen aktuellen Thema zu befassen)

Die Dramaturgie planen

Besonders geschickt ist es, die 24 Ideen nicht einfach auf 24 Mails zu verteilen. Planen Sie statt dessen eine Dramaturgie.

Die erste Mail sollte ein Paukenschlag sein. Damit zeigen Sie, dass es sich lohnt, die weiteren 23 Mails zu öffnen.

Am 6. ist das Thema traditionell Nikolaus, und an den Adventssonntagen können Sie auf diese Bezug nehmen.

Machen Sie in jeder Mail schon neugierig auf die nächste. Nicht nur bei Kindern funktioniert es, dass man wissen will, was hinter dem nächsten Türchen steckt.

24 Mails sind Pflicht – oder?

Ein Adventskalender hat 24 Türchen. Aber vielleicht sind 24 Mails in Ihrem Fall zu viel des Guten. Überlegen Sie, ob Sie nicht vielleicht viel effizienter sind, wenn Sie z.B. lediglich an den vier Adventssonntagen ein Mailing verschicken. Sehen Sie sich die Daten an, die Sie von Ihren Empfängen haben. Vielleicht sind sie nicht bereit für 24 Mails.

Damit vermeiden Sie das Gefühl bei den Empfängern, ständig Mails von Ihnen zu bekommen. Und jede einzelne Mail bekommt dadurch mehr Aufmerksamkeit. Wie beim Schenken gilt: Klasse statt Masse. Und die Geschenke sollten aufrichtig sein.

Denken Sie schließlich daran, worüber sich jeder Mensch am meisten freut: Über Geschenke, bei denen man merkt, dass sich der Schenkende Gedanken darüber gemacht hat, was uns persönlich eine Freude machen könnte.




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