Warum Sie eine Autoresponder-Kampagne brauchen

Ein Newsletter macht viel Arbeit. Für jedes einzelne Mailing müssen Sie Texte schreiben, Bilder heraussuchen und das Verschicken vorbereiten. Und all diese Mühe ist danach weitgehend verloren – nach einer Aussendung ist alles vorbei.

Autoresponder-Kampagnen haben dem gegenüber einen großen Vorteil: Diese legen Sie einmal an, und sie können dann so über Jahre hinweg weiter laufen. Aber wie startet man eine erfolgreiche Autoresponder-Kampagne? Und welche Inhalte bringt man dort?

Von event-Mailing-, Autoresponder-, Automailer- oder Drip-Kampagnen spricht man, wenn Mails automatisch verschickt werden, nachdem die Kampagne gestartet wurde. Üblicherweise beginnt die Kampagne dann, wenn sich ein Abonnent in den Verteiler einträgt.

Er bekommt dann eine Willkommensmail – diese Funktion ist schon ein Autoresponder. Mehr Tipps für diese eine wichtige Mail finden Sie hier im Blog: Willkommensmails – 9 Fehler & 9 Tipps

Eine solche Willkommensmail ist schon ein guter Start.

Aber belassen Sie es nicht nur bei dieser einen Mail. Verschicken Sie z.B. zwei Tage später noch eine weitere Mail, dann noch eine drei Tage später und eine letzte nach weiteren vier Tagen – setzen Sie also eine echte Autoresponder-Kampagne auf.

Die Öffnungsraten der ersten Mails, die Sie einem neuen Empfänger schicken, sind hervorragend. Normalerweise liegt sie um 75 Prozent höher als üblich. Und auch die Klickrate ist meist immerhin noch doppelt so hoch wie bei allen weiteren Mails, die Sie verschicken.

Der Hauptgrund dafür ist, dass die Nutzer, die sich gerade angemeldet haben, hoch motiviert sind, Ihnen zuzuhören. Nutzen Sie das.

Planung & Zieldefinition

Denken Sie daran: Der erste Eindruck zählt. Machen Sie also einerseits unbedingt einen guten Eindruck auf Ihren neuen Abonnenten.

Und andererseits: steuern Sie die Erwartungen, die er an Ihre zukünftigen Mails haben sollte.

Achten Sie also vor allem auf hochwertige Inhalte, die für die Nutzer relevant sind.

Wie jede gute Kampagne beginnt auch jede Autoresponder-Kampagne sinnvollerweise mit der Frage:

Was wollen Sie erreichen mit Ihrer Sequenz von eMails?

Nur wenn Sie diese Frage beantworten, wissen Sie nachher auch, ob Ihre Kampagne funktioniert. Und diese Frage hilft Ihnen auch, die passenden Inhalte zu finden.

Wollen Sie Vertrauen aufbauen? Möchten Sie Ihren Support entlasten? Oder wollen Sie direkt bestimmte Produkte verkaufen?

Überlegen Sie genau, wie Sie dieses Ziel bei den Empfängern erreichen. Je nach Branche, Produkt und Zielgruppe müssen Sie unterschiedliche Wege gehen.

Und läuft die Kampagne, sehen Sie sich regelmäßig an, ob alles so läuft, wie gewünscht – passen z.B. Öffnungs- und Klick-Raten? Werden Ihre Links mit Handlungsaufforderungen (CTAs) geklickt? Kommen durch die Mails Abschlüsse zustande (conversions)?

Inhalte – formal

In der ersten Mail der Autoresponder-Kampagne kündigen Sie an, wie häufig die Mails kommen, wie lange die Kampagne dauert und was die Empfänger erwarten können.

Erklären Sie, was die Kampagne mit Ihnen zu tun hat und vor allem, was die Empfänger von den Mails haben.

Idealerweise sind alle Ihre Mails unterhaltsam und persönlich. Sie stellen mit diesen die Verbindung zu Ihren Abonnenten her.

Bewährt hat es sich, einen roten Faden für die ganzen Mails der Kampagne anzulegen. So erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass nächsten Mails ebenso geöffnet werden. Denkbar ist etwas wie “Die 7 Dinge, die jeder Marketer wissen sollte.” Oder “5 Tipps für Power-Nutzer”. Jedem dieser einzelnen Dingen/Tipps ist dann ein eigenes Mail gewidmet.

Und am Ende des jeweiligen Mails kündigen Sie das nächste an.

Wichtig ist, die richtige Länge zu finden. Natürlich sollten Sie generell nie mehr schreiben, als für die Empfänger interessant ist. Und bei Automailer-Kampagnen ist es sinnvoll, im Zweifel lieber kürzere Inhalte zu bieten. Denn meist sind diese Kampagnen ja dem normalen Newsletter-Abo vorgeschaltet. Daher dürfen die Automailer-Aussendungen ruhig Lust auf mehr machen und noch nicht zu viele Fragen beantworten.

Nachdem die Mails bei Autoresponder-Kampagnen üblicherweise recht schnell aufeinanderfolgen, arbeiten die meisten hier mit monothematischen Mails. Das heißt, Sie bieten pro eMail nur ein einziges Thema, nicht mehrere.

Auch sollten die Mails sich deutlich von den regulären Newsletter-Mails unterscheiden. Das ist um so wichtiger, weil die Kampagne jederzeit beginnen kann – es ist also durchaus möglich, dass ich einen Newsletter abonniere, eine Willkommensmail und die erste weitere Mail der Autoresponder-Kampagne bekomme und dann den regulären Newsletter – weil dieser gerade eben an diesem Termin verschickt wird. Dann kommt kurz danach die nächste Mail der Autoresponder-Kampagne. Als Empfänger sollte ich dabei immer klar erkennen können, wozu welche Mail gehört.

Aber dennoch müssen die Mails natürlich von Stil, Inhalt und Gestaltung her zu den regulären Newsletter-Aussendingen passen.

Die richtige Abfolge

Haben Sie noch gar keine Autoresponder-Kampagne, dann setzen Sie am besten eine auf, die mit der Willkommensmail beginnt. In den folgenden Mails geben Sie dann z.B. Tipps, die für alle Nutzer interessant sind. Oder Sie bieten ein Whitepaper zum Download oder eine Checkliste an. Oder Sie verlinken ein Video.

In einer Mail weisen Sie auch auf Ihre Social Media-Aktivitäten hin.

Und schließlich können Sie noch mehr oder weniger direkt zum Kauf auffordern und das z.B. durch ein Sonderangebot besonders attraktiv machen.

Eine denkbare Abfolge der Mails Ihrer Autoresponder-Kampagne ist:

Willkommensmail -> Praxistipp -> Aufforderung zu Interaktion via Facebook, Twitter etc -> Praxistipp -> Praxistipp -> Sonderangebot -> Praxistipp -> Produktvorstellung/Angebot

Dauer der Autoresponder-Kampagne

Die meisten Kampagnen bestehen aus 3 bis 8 Mails. Aber die Frage, wie viele Mails Sie verschicken sollten, beantworten Sie am besten, indem Sie darüber nachdenken, wie viele Mails Sie brauchen, um Ihr zuvor definiertes Ziel zu erreichen.

Wichtig ist auch, wie viele Mails Ihre Empfänger gerne bekommen wollen.

Das hängt ganz stark von einer anderen Frage ab: Wie viel Zeit bzw. Budget haben Sie, um hochwertige Inhalte für die Kampagne zu erstellen? Je relevanter die Inhalte für die Empfänger sind, desto länger kann die Kampagne dauern. Begrenzender Faktor ist eigentlich nur Ihr Budget.

Und natürlich wird es immer schwieriger, gute Inhalte zu liefern, je länger die Kampagne dauert – denn je mehr die Empfänger schon wissen, desto tiefer müssen Sie in die Materie einsteigen, um ihnen etwas Neues bieten zu können.

Zeitabstände zwischen den Mails

Welche Zeitabstände sollten zwischen den Mails liegen? Auch hier gibt es keine goldene Regel. Am besten orientieren Sie sich daran, wie häufig Sie später Ihren Newsletter verschicken. Kommt der nur einmal im Monat, dann sind tägliche Autoresponder-Mails vielleicht etwas zu viel des Guten.

Bewährt hat es sich, die Abstände zwischen den Mails langsam größer zu machen. So überführen Sie die Nutzer langsam in den Rhythmus Ihres normalen Newsletters.

Denkbar ist z.B:

1 Tag nach Anmeldung (Willkommensmail) -> 2 Tage später (Praxistipp) -> 2 Tage später (Aufforderung zu Interaktion) -> 2 Tage später (Praxistipp) -> 3 Tage später (Praxistipp) -> 5 Tage später (Produktvorstellung/Angebot)

Wie viele Autoresponder-Kampagnen sind sinnvoll?

Unverzichtbar ist nur die Kampagne für Neuabonnenten. Wenn Sie diese nicht aufsetzen, verschenken Sie viel Potenzial.

Daneben können Sie aber weitere Kampagnen anbieten. Das können z.B. solche für Kunden sein, die gerade etwas gekauft haben bei Ihnen. Oder Sie bieten einen mehrteiligen Kurs an, in dem Interessenten alle paar Tage Infos zu einem Produkt von Ihnen bekommen.
Für diesen können sich die Nutzer dann unabhängig vom Newsletter registrieren. Das heißt, solche Autoresponder-Kampagnen sind unabhängig von Ihren sonstigen Aussendungen. Versuchen Sie daher, die Abonnenten solcher Mails auch für Ihren regulären Newsletter zu gewinnen.

In den nächsten Tagen gebe ich Ihnen hier im Blog noch ein paar Ideen, wie Sie auf fesselnde Inhalte Ihrer Autoresponder-Kampagnen kommen.




Keine Kommentare möglich.