Welche Browser & Mailclients muss ich berücksichtigen?

Wir alle wollen, dass unsere Mails bei den Empfängern gut aussehen. Zumindest sollen sie aber auf jeden Fall lesbar sein und die Links klickbar.

Doch wie stellen wir das sicher? Woher wissen wir, dass das tatsächlich auch immer funktioniert?

Die einfache Antwort auf die Frage: Sicher sind wir nur, wenn wir es testen. Das bedeutet aber: Wir müssen alle Möglichkeiten testen, wie Empfänger unsere Newsletter ansehen können. Das ist aber kaum realistisch.

Das heißt, wir beschränken uns auf die Methoden, die am häufigsten zum Einsatz kommen. Doch welche sind das?

Diagramm Browsernutzung

Anteile der Browser an deutschen Website-Besuchen (von webhits.de)

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, wie Nutzer Ihre Newsletter lesen:

  1. Im eMail-Programm (Outlook, Entourage, Firebird, Apple Mail; Mailprogramm auf dem Smartphone…)
  2. Im Browser (mit einem Maildienst wie Gmail, Web.de o.Ä. oder nach einem Klick auf den Link zur Web-Darstellung in Ihrem Mail)

Bei beiden Möglichkeiten gibt es viele verschiedene Programme, die zum Einsatz kommen, und auch von diesen gibt es unterschiedliche Versionen. Wir kommen also zu unserer nächsten Frage:

Welche eMail-Clients verwenden meine Empfänger? Und:

Welche Browser nutzen meine Nutzer?

An Informationen zu den Browsern gibt es im Web kein Mangel. Das liegt daran, dass jede Website mitzählt, welche Browser wie häufig bei ihnen anfragen. Jeder einzelne Seitenaufruf hinterlässt also automatisch Spuren auf dem Server. Und die lassen sich mit Standardtools ganz schnell auswerten. Der Haken ist aber: Die Statistiken unterscheiden sich sehr von Seite zu Seite. Nur drei Beispiele:

  • Statista.de meldet 48% Chrome, 19% Internet Explorer, 17% Firefox.
  • browser-statistik.de hat 28% Firefox, 25% Prozent Safari, 25% Chrome.
  • W3Counter schließlich 43% Chrome, 17% Internet Explorer, 16% Safari.

Sie sehen: Die Unterschiede sind enorm.

Das heißt: Am besten fahren Sie bei den Browsern, wenn Sie Ihre eigenen Statistiken heranziehen. Sehen Sie sich in den Weblogs an, wie die Browserverteilung bei Ihren Seiten aussieht. Das ist in jedem Fall die beste Statistik, weil sie durch Ihre Kunden generiert wird.

Diagramm Statistik für eMail-Clients Newsletter

Statistik für eMail-Clients eines Newsletters, erhoben mit Evalanche

Bei den eMail-Programmen ist es nicht ganz so einfach. Denn eine Mail generiert anders als ein Seitenaufruf erstmal keine Daten. Erst wenn ein Bild nachgeladen wird, weiß der Server, welchen Client der Empfänger benutzt. Das heißt, in den Statistiken sind die Programme unterrepräsentiert, die Bilder nicht oder zumindest nicht automatisch laden.

Und diese Statistik ist etwas aufwendiger zu erstellen als die Zugriffsstatistik via Browser. Daher finden sich solche Daten kaum im Internet. Lediglich einige eMail-Newsletter-Dienstleister teilen die Informationen, welche Programme die Empfänger ihrer Kunden verwenden. Und wie bei den Browsern gibt es auch hier große Unterschiede je nach Zielgruppe.

Fazit: Auch hier sind Sie am besten bedient, wenn Sie die eigenen Statistiken von Ihrem eMail-Newsletter-Dienst verwenden.

Wenn Sie gerade beginnen

Wenn Sie noch keinen einzigen Newsletter verschickt haben oder noch wenige Besucher auf Ihrer Site, weil Sie gerade erst in Ihr neues Geschäft gestartet sind, dann empfiehlt es sich, zumindest in folgenden Browsern zu testen:

  • Chrome (Desktop & mobil)
  • Firefox
  • Internet Explorer
  • Safari (Desktop & mobil)
  • Opera

Außerdem testen Sie die Darstellung mindestens in folgenden eMail-Clients:

  • Outlook 2007 / 2010 / 2013
  • Thunderbird
  • Apple OSX Mail
  • Outlook.com
  • Gmail
  • Web.de
  • Apple iOS
  • Google Android
  • Gmail App

Professionelle Tools wie Evalanche bieten Preview-Funktionen, mit denen Sie vor Versand testen können, wie Ihr Mail in den verschiedenen Mailclients aussehen wird (siehe Qualität durch eMail-Client-Vorschau). Ebenso bieten diese Tools eMail-Vorlagen, die bereits auf einer Vielzahl von Systemen getestet sind – ein guter Ausgangspunkt für Einsteiger.




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