Welche Satzzeichen konvertieren am besten?

Nur um die fünfzig Zeichen bestimmen, ob Ihr aktueller Newsletter geöffnet wird. Ihre Betreffzeile hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf das Schicksal jeder einzelner Ihrer Mails. Da sollte jedes Zeichen sitzen, auch das kleinste.

Welchen Einfluss haben die letzten Zeichen im Betreff? Sind Fragezeichen gut, weil sie die Neugier wecken? Oder Ausrufezeichen, weil sie zum klare Handlungsanweisungen sind? Oder ist es gar besser, gar keine Satzzeichen am Ende zu verwenden?

Was gar nicht geht

Klar ist: Mehrere Satzzeichen hintereinander scheiden aus.

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Mit einer solchen Betreffzeile ist das Schicksal Ihrer Mail vorherbestimmt: Sie landet ungelesen im Papierkorb. Wenn sie es überhaupt bis in den Posteingang schafft und noch vorher von Spamfiltern geblockt wird.

Also: Immer nur ein Satzzeichen auf einmal setzen. Natürlich können Sie zwei Satzzeichen verwenden, wenn Sie mehrere Sätze im Betreff unterbringen, aber niemals mehrere direkt hintereinander.

Punkt oder kein Punkt?.

Ans Ende eines ganzen Satzes gehört grammatikalisch gesehen ein Punkt. Das ist auch bei E-Mail-Betreffzeilen nicht verkehrt und wirkt formell und ordentlich.

Illustration SatzzeichenBei manchen Formulierungen ist es aber denkbar, bewusst auf den Punkt zu verzichten. Das wirkt dann nicht ganz abgeschlossen, weniger endgültig und kann eventuell die Neugier der Empfänger steigern. Der Effekt ist aber vermutlich sehr gering – Belege für diese These habe ich bisher keine finden können.

Sind #*&Sonderzeichen super?

Sonderzeichen wie *, %, #, +, & oder ^ sind ungewöhnlich und können auffallen. Im Posteingang ein Vorteil – aber dennoch nicht zu empfehlen. Denn diese Zeichen wirken immer etwas umprofessionell. Und vor allem: Spamfilter schlagen auf diese an – weil sie vor allem in Spammails vorkommen.

Setzen Sie daher besser auf Icons, wenn Sie unbedingt grafisch auffallen wollen im Posteingang (Emojis und andere Sonderzeichen).

Sind Fragezeichen erlaubt?

Fragezeichen sind gut, wenn sie am Ende einer echten Frage stehen. Sind sie grammatikalisch korrekt, können Sie diese auch verwenden.

Noch besser: Ausrufezeichen!

Ein Ausrufezeichen in Ihrer Betreffzeile kann gut funktionieren. Achten sie aber am besten darauf, dass Ihre Aussage nicht zu platt ist, sonst kann sie als marktschreierisch rüberkommen.

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Mit dieser Betreffzeile wirken Sie nicht besonders seriös. Aber wenn es zu Ihrer Marke (und vor allem zu Ihrer Zielgruppe) passt, kann ein solcher Betreff durchaus die Öffnungsrate steigern.

Für die meisten ist aber wohl etwas weniger mehr:

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Das ist immer noch direkt genug. Und diese Formulierung ruft nicht direkt auf dazu, etwas zu tun. Das empfindet der ein oder andere Marketer vielleicht als Fehler – es fehlt die Handlungsaufforderung! Aber bei vielen Zielgruppen kann das besser funktionieren. Denn der Empfänger wird so nicht bevormundet, Sie sagen ihm nicht, was er tun sollte. Aus Nutzertests weiß man, dass Benutzer oft Mails, Websites oder Apps negativ wahrnehmen, wenn diese ihnen zu direkt vorschreiben, was sie tun sollen.

Das richtige Maß finden.

Ob Fragezeichen, Ausrufezeichen oder Bildzeichen: Wichtig ist, das richtige Maß zu finden. Wenn Sie den Betreff aller Mails mit diesen enden lassen, dann nutzt sich der Effekt ab, wie Tests gezeigt haben. Mindestens zwei Drittel aller Betreffzeilen lassen Sie also am besten mit Punkt enden oder Sie setzen gar kein Satzzeichen am Ende

Stichwort Test: Testen Sie unbedingt mit Ihrer eigenen Zielgruppe. Denn die Unterschiede sind hier je nach Branche und genauer Zusammensetzung der Empfängerliste recht groß. Mehr dazu siehe Checkliste Fehler beim Split-Testing vermeiden




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