Welcher Newsletter-Typ sind Sie?

Planen Sie gerade einen neuen Newsletter? Oder haben Sie einen, den Sie schon seit Jahren regelmäßig schreiben? In jedem Fall lohnt es sich zu prüfen, ob Sie Ihren (zukünftigen) Abonnenten das Richtige bieten. Dabei kommt es nicht nur auf die Themen an, sondern ganz entscheidend auch auf die Art und Weise, wie Sie diese präsentieren.

Wenn die Präsentation nicht zu Ihnen und zu Ihrer Zielgruppe passt, wird Ihr Newsletter kaum erfolgreich sein.

Bild Eis

Nicht jedem schmeckt alles. Für Ihren Newsletter müssen Sie die Ansprache finden, die zu Ihnen und zu Ihren Empfängern passt.


Die Arten von Newslettern sind so unterschiedlich wie die Unternehmen, die sie verschicken. Wie bei jeder Kommunikation sollten Sie beide Seiten betrachten:

  1. Wie wollen Sie selbst sich darstellen?
  2. Wie nehmen Ihre (potenziellen) Kunden Sie wahr?

Klaffen diese beiden Bilder zu weit auseinander, wird es schwierig. Möchten Sie sich und Ihr Unternehmen als jung und innovativ darstellen, werden aber als etabliert und solide wahrgenommen, dann müssen Sie versuchen, diese Kluft zu überbrücken. Sie können diese Kluft nicht einfach ignorieren, sondern sollten Ihre Ansprache dementsprechend anpassen.

Dann, noch wichtiger, sind die folgenden Fragen:

  1. Was wollen Sie vermitteln bzw. erreichen?
  2. Was wollen Ihre Abonnenten lesen bzw. erfahren und erreichen?

Ihre Abonnenten ändern sich

Auch wenn Sie einen Newsletter mit sehr treuen Abonnenten haben: Auch diese ändern sich im Lauf der Jahre. Es ändern sich Erwartungen und Gewohnheiten ebenso wie Interessen.

Ihr Unternehmen ändert sich

Und auch Ihr Unternehmen ändert sich. Selbst wenn Sie noch genau die gleichen Produkte herstellen – vielleicht sind Sie vom Nischenanbieter zum Branchenführer geworden. Oder Ihre Zielgruppe hat sich im Lauf der Jahre verschoben.

Prüfen Sie also, ob Stil und Inhalte Ihres Newsletters noch zu Ihnen und Ihren Abonnenten passen.

Wie sieht Ihr Newsletter formal aus?

Wichtig ist, dass Ihre Newsletter-Aussendungen wiedererkennbar sind und immer den gleichen Stil haben. Natürlich können und sollten Sie diesen Stil ändern, wenn Sie der Meinung sind, dass das nötig ist – machen Sie das aber nicht zu oft und nur mit Bedacht.

Am besten testen Sie vor größeren Änderungen diese mit einer kleineren Gruppe vorab, bevor Sie allen Empfängern den Newsletter im neuen Stil schicken.

Legen Sie fest:

  • Wie viele Themen bringen Sie pro Mail? Nur eines oder mehrere?
  • Verschicken Sie jeweils den ganzen Text eines Artikels oder nur Teaser mit Link zu Ihrer Website?
  • Nutzen Sie Bilder oder nur Text?

Denken Sie bei Ihrer Entscheidung daran, was das Beste für Ihre Empfänger ist. Was kommt ihren Erwartungen am nächsten? Womit können sie am effizientesten umgehen? Und überlegen Sie, wie Sie Ihre eigenen Ziele am besten erreichen.

Wie sprechen Sie Ihre Empfänger an?

Die Ansprache, also die Art und Weise, wie Sie Ihren Newsletter gestalten und schreiben, bestimmt wesentlich das Bild, das Sie mit diesem beim Empfänger von sich zeichnen.

Sprache und Gestaltung müssen dabei natürlich aufeinander abgestimmt sein. Die wichtigsten Sprachstile sind:

Informell:
Sie schreiben locker, in Umgangssprache. Machen Sie kurze Sätze und schrecken Sie auch nicht vor Formulierungen zurück, wie sie Sie z.B. in einer SMS verwenden würden.
Das schafft eine sehr persönliche, vertraute Atmosphäre.
Das birgt aber die Gefahr, anbiedernd zu wirken. Im B2B-Bereich ist dieser Stil höchstens bei einem jungen Startup angesagt. Ein etabliertes Unternehmen oder eines aus einer konservativen Branche wählt in den meisten Fällen besser eine zurückhaltendere Sprache.

Werblich:
Wählen Sie diesen Stil, wenn Sie was verkaufen wollen! Hier können die Sätze noch kürzer sein. Und Sie kommen noch schneller zum Punkt: Zu Ihrem Angebot.
Schreiben Sie, wie viel Prozent billiger Ihr Produkt heute ist. Was der Knaller des Tages ist.
So etwas zieht, wenn Ihre Abonnenten vor allem an Angeboten/Schnäppchen interessiert sind.

Sachlich:
Das ist der Stil, den die meisten Newsletter wählen. Damit kann man nichts falsch machen und er ist für alle Branchen und alle Kunden geeignet. Allerdings ist es schwerer, mit solch einem Stil Persönlichkeit zu vermitteln.
Daher überlegen Sie, ob Sie nicht durch einige informelle Elemente etwas individueller werden können. Eine bewährte Methode dabei ist z.B., Menschen zu Wort kommen zu lassen. Etwa durch ein Interview im Newsletter, am besten mit einem Foto des Interviewten. Oder dadurch, dass der Newsletter ganz oder in Teilen wie ein Brief einer Person an die Newsletter-Empfänger geschrieben ist.

Teilen und Testen

Wenn Sie sich unsicher sind oder glauben, dass Sie sehr unterschiedliche Zielgruppen haben, die Sie unterschiedlich ansprechen sollten, dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Teilen Sie die Empfänger auf zwei unterschiedliche Newsletter auf. Diese können durchaus die gleichen Themen ansprechen, nur unterschiedlich aufbereitet sein. Wichtig ist dabei, dass für die Interessenten klar wird, was der Unterschied der zwei Varianten ist und welche die jeweils Richtige für sie ist.
  2. Testen Sie regelmäßig mit Split-Tests, was am besten ankommt bei Ihren Empfängern. So können Sie sicher sein, dass Sie den richtigen Tonfall treffen.



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