Eingeschlafene Empfänger wecken

Wenn Sie Ihre Adressatenliste regelmäßig kontrollieren, dann wird Ihnen zwangsläufig auffallen, dass manche Empfänger Ihre Nachrichten zu ignorieren scheinen. Sie sehen, dass diese Ihre Mails offenbar schon seit längerem nicht mehr geöffnet haben. Das ist natürlich nicht das, was Sie wollen, daher sollten Sie versuchen, diesen Zustand zu ändern.


Warum öffnet jemand mehrere Newsletter hintereinander nicht? Dafür kann es (wie immer) mehrere Gründe geben:

  • Er hat derzeit so viel um die Ohren, dass er nicht dazu kommt, sie zu lesen.
  • Die letzten Newsletter haben ihn nicht angesprochen, er konnte sich aber noch nicht aufraffen, sich abzumelden.
  • Die Betreffzeilen haben ihn nicht angesprochen.
  • Ihre Mails landen in seinem persönlichen Spam-Ordner.
  • Ihre Mails werden gar nicht zugestellt bzw. landen beim Provider im Spam-Ordner.

Inaktive Empfänger erkennen & betreuen

Der erste Schritt, um diesen Zustand zu ändern, besteht darin, die inaktiven Empfänger als spezielle Nutzergruppe zu segmentieren. Schaffen Sie dann Anreize für die Inaktiven, Ihre Newsletter wieder aktiv zu nutzen. Dazu haben Sie viele Möglichkeiten:

Reaktivieren

Der Schlüssel liegt darin, zunächst die Gründe dafür zu kennen, warum Ihre Newsletter von diesen Empfängern ignoriert werden. Sehen Sie sich die Inaktiven an und versuchen Sie, Gemeinsamkeiten zu finden. Dann können Sie besser darüber spekulieren, warum sie inaktiv sind. Dann wählen Sie aus den folgenden Maßnahmen die aus, die Ihnen am erfolgsversprechendsten erscheinen.

Prüfen Sie, ob es eventuell Zustellprobleme gibt. Sind überdurchschnittlich viele Ihrer inaktiven Empfänger bei einem Provider? Dann kontrollieren Sie, ob Ihre Mails hier nicht im Spam-Ordner landen oder ob sich hier andere Probleme verbergen.

Arbeiten Sie an Ihrer Betreffzeile. Sie wissen natürlich, dass diese enorm wichtig ist. Und Sie sind auch in der Lage, gute Betreffzeilen zu schreiben – das beweisen die Empfänger, die Ihren Newsletter regelmäßig lesen. Machen Sie sich jetzt aber Gedanken darüber, wie Sie die anderen Empfänger besser ansprechen können. Vielleicht müssen Sie einfach andere Aspekte betonen? Oder sie interessieren sich generell (mittlerweile) für andere Themen? Kann es etwa sein, dass Sie bestimmte Dinge schon so oft abgehandelt haben in Ihrem Newsletter, dass Empfänger, die schon lange dabei sind, diese schon kennen? Oder ist es möglicherweise umgekehrt so, dass neue Abonnenten mit Ihren Newslettern nichts anfangen können, weil Sie zu viel voraussetzen, was in vorherigen Ausgaben behandelt wurde?

Schaffen Sie Anreize durch spezielle Angebote für die müden Empfänger. Zum Beispiel einen Gutschein für den nächsten Einkauf, den kostenlosen Download eines White Papers/eBooks, oder einen Rabattgutschein.

Schicken Sie den Empfängern den Link zu einer Umfrage. Bitten Sie sie, die zukünftigen Themen des Newsletters, die Länge und die Erscheinungsweise mit zu bestimmen.

Geben Sie ihnen die Möglichkeit, ihre persönlichen Präferenzen anzugeben. Wenn das für Sie technisch möglich und sinnvoll ist, können Sie jedem Empfänger den Newsletter so häufig schicken und die Themen so aussuchen, wie es seinen Vorlieben entspricht.

Wenn Sie auch nach den eben genannten Versuchen von manchen Empfängern weiter ignoriert werden, können Sie möglicherweise auch per SMS, Telefon oder per Brief nachfragen. Bieten Sie an, das Profil zu aktualisieren, die Mailadresse zu ändern oder ähnliches.

Neben den Empfängern, die Ihre Newsletter gar nicht geöffnet haben, gibt es noch solche, die schon lange nicht mehr auf einen Link geklickt haben. Auch diese sollten Sie versuchen, zu reaktivieren.

Automatisieren

Viele eMail-Marketing-Lösungen bieten auch Automatismen an, mit denen Sie Ihre Empfänger basierend auf ihrer jeweiligen Aktivität noch besser betreuen können. Die Grundlage dafür ist eine Einteilung in Aktivitätsgruppen. Wer mehre Monate keine Newsletter geöffnet hat, kommt in eine spezielle Empfängergruppe. Diese bekommt zum Beispiel automatisch Rabatte oder andere Angebote, die an die normal aktiven Empfänger nicht geschickt werden.

Lassen sich die Empfänger so reaktivieren, landen sie wieder in der Gruppe der Standard-Empfänger.

Möglicherweise legt man noch eine weitere Gruppe an, die trotzdem noch inaktiv bleibt und schickt diesen den Newsletter seltener, dafür aber eben mit noch besseren Angeboten. Hier muss man seiner Kundengruppe entsprechend und auch der Menge der Empfänger entsprechend eine passende Lösung finden.

Deaktivieren

Trennen Sie sich von denjenigen, die Ihre Newsletter dauerhaft nicht lesen. Es nützt Ihnen gar nichts, wenn solche Empfänger auf Ihrer Adressatenliste stehen. Diese wirkt damit vielleicht umfangreicher, aber was Sie für erfolgreiches eMail-Marketing brauchen sind qualitativ hochwertige Empfängerlisten, nicht möglichst lange.

Aber Vorsicht: Es kann natürlich sein, dass jemand Ihre Mails immer nur ohne Bilder ansieht, weil sein Mailprogramm diese nicht automatisch nachlädt und er mit dem reinen Text zufrieden ist. Dann erfahren Sie nie, ob er die Mail einfach unbesehen gelöscht hat, oder ob er sie mit Interesse gelesen hat. Wenn Sie das herausfinden wollen, dann schicken Sie solchen Empfängern einen Newsletter, in dem Sie einen hohen Anreiz schaffen, ein bestimmtes Bild zu laden oder auf einen Link zu klicken.




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