Double-Opt-In ist legal

Wer seinen Newsletter mittels Newsletter Software rechtssicher betreiben will, der kommt ums Double-Opt-In nicht herum. Das heißt, wir müssen jeder Mailadresse, die zum Abonnieren eines Newsletters in das Anmeldeformular eingetragen wird, eine Bestätigungsmail schicken. Und erst wenn der darin enthaltene Link zur Bestätigung angeklickt wird, bekommt der neue Abonnent auch unseren Newsletter.

Das ist seit Jahren gängige Praxis, nur hatte das Oberlandesgericht München 2012 für Verwirrung gesorgt, weil es das für unzulässig erklärt hatte. Es sah die Bestätigungsmail als unzulässige Werbung.

Illustration ChecklisteDoch das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nun in einem neuen Urteil klargestellt: Das Double-Opt-In-Verfahren ist in Ordnung. Denn die Bestätigungsmail wird nur geschickt, um die Zustimmung des Empfängers zweifelsfrei zu dokumentieren (Urteil vom 17.03.2016, Az. I-15 U 64/15).

Wichtig für Sie ist:

  1. Sie dürfen über ein eigenes Formular Neuabonnenten gewinnen. Hier sollte nur die Mailadresse Pflichtfeld sein.
  2. Wenn das Newsletterabo eine Zusatzoption ist (z.B. bei einer Bestellung oder einem Download), dann können Sie die Erlaubnis auch über eine Checkbox einholen. Allerdings muss diese standardmäßig inaktiv sein.
  3. In Ihrer Bestätigungsmail darf außer der Bitte um die Bestätigung der Anmeldung nichts sonst stehen – denn sonst könnte man diese Mail in der Tat als unerbetene Werbung interpretieren.
  4. Den Klick auf den Zustimmungspink sollten Sie dokumentieren und erst dann Newsletter oder andere Mails an den Empfänger schicken.
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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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