Einfach mal nachfragen – Umfragen

Kommunikation ist keine Einbahnstraße mehr – seit dem Erfolg der Sozialen Netzwerke hört man das immer wieder. Aber auch wenn Sie sich vorbildlich auf Facebook, Twitter und Co bewegen und ein Social Media Monitoring etabliert haben – was die Masse der Empfänger Ihres Newsletters denkt, das können Sie meist nur erahnen. Daher lohnt es sich, von Zeit zu Zeit eine Umfrage durchzuführen.

In Ihrer eMail-Marketing-Software sehen Sie, welche eMails Ihre Empfänger geöffnet haben, und welche Links sie angeklickt haben. Das ist ein guter Ausgangspunkt für die Konzeption einer Umfrage.

Die relevanten Fragen finden

Finden Sie jeweils Gemeinsamkeiten zwischen den zehn bis zwanzig Themen, die besonders gut funktioniert haben und zwischen den zehn bis zwanzig Themen, die überhaupt nicht funktioniert haben.

Dann streichen Sie die, von denen Ihnen völlig klar ist, warum sie erfolgreich oder unerfolgreich waren. Übrig bleiben also die Dinge, bei denen Sie nicht wissen, was da genau los war. Diese Fragen lassen Sie sich jetzt von Ihren Newsletter-Empfängern beantworten.

Die Gestaltung der Umfrage

Bei der Formulierung des Anschreibens zur Umfrage müssen Sie viel Fingerspitzengefühl beweisen. Denn mit Umfragen wird man mittlerweile überhäuft. Auch Ihre Leser wissen: Nicht selten sind Umfragen mehr oder weniger verkappte Akquisemaßnahmen, wie etwa die „Telefonumfragen“ von Versicherungsvertretern oder die Umfragen von Zeitungen, die per Post um die Meinung potenzieller Abonnenten zu aktuellen Themen bitten.

Machen Sie also klar, dass Sie wirklich an der ehrlichen Meinung der Leser interessiert sind. Und dass diese die Möglichkeit haben, die Inhalte in Zukunft mitzubestimmen, indem sie antworten.

Bei der Gestaltung der Fragen ziehen Sie am besten jemanden hinzu, der Erfahrung mit Umfragen hat. Einfach nur selbst ein paar Fragen nach dem Gefühl zusammenzustellen bringt wenig. Entweder sind die Antworten dann nicht auswertbar, oder Sie ziehen wohlmöglich die falschen Schlüsse aus ihnen.

Oder, noch schlimmer: Sie bekommen kaum Antworten, weil die Umfragedauer etwa zu lang ist, diese nicht klar kommuniziert wurde oder die Fragen zu mühsam zu beantworten waren. Denn Umfragen beantworten ist Arbeit.

Schaffen Sie es aber, dass diese Arbeit befriedigend für die Teilnehmer ist, dann steigern Sie damit auch die Bindung der Teilnehmer an Ihren Newsletter. Wer sich diese Mühe gemacht hat, der ist Ihnen emotional ein Stückchen näher gerückt.

Zuhören alleine reicht nicht

Geben Sie den Teilnehmern unbedingt auch das Gefühl, dass ihre Meinung tatsächlich auch Gehör findet. Bedanken Sie sich für die Teilnahme, belohnen Sie die Teilnehmer mit einem Gutschein, verlosen Sie etwas unter den Teilnehmern oder ähnliches.

Aber vor allem: Nehmen Sie die Vorschläge auf, die mehrfach kommen. Damit machen Sie ganz große Pluspunkte: Wer merkt, dass man auf ihn eingeht, freut sich immer.

Hier ein paar Ideen, was Sie die Empfänger fragen können:

  • Wie lange lesen Sie einen Ausgabe des Newsletters durchschnittlich?
  • Welche Newsletter von Mitbewerbern haben Sie abonniert?
  • Welche Themen sind Ihnen aus dem letzten Newsletter in Erinnerung geblieben?
  • Welche Themen vermissen Sie?
  • Gibt es Themen, die Sie zu stark gewichtet finden?
  • Haben Sie Anregungen zur Verbesserung?

 




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