Farbwahl für CTAs und ästhetische Newsletter

Im vorigen Beitrag ging es darum, wie wir Handlungsaufforderungen (CTAs, also call to action) so gestalten, dass sie ins Auge springen und dabei gleichzeitig zur Marke passen.

Doch viele, die keine ausgebildeten Grafiker sind, tun sich schwer, ästhetische Kombinationen zu finden. Mit Hilfe von ein paar Grundinfos und einer höchst praktischen Website kann aber jeder in Kürze perfekte Kombinationen entwickeln.

Farbrad von MacOS

Zunächst zum Grundwissen. Dazu brauchen wir vor allem das Werkzeug des Farbkreises oder Farbrades, wie Sie es in der Abbildung sehen. Das Farbrad bei MacOS dient dazu, Farben auszuwählen. Es kann uns aber auch bei der Zusammenstellung von guten Kombinationen helfen.

Und dann noch folgende drei Begriffe:

Farbton

Der Farbton oder Farbwert ist das, was wir umgangssprachlich einfach „Farbe“ nennen, also etwa Rot oder Blau. Auf dem Farbkreis bezeichnet es die Position der Farbe auf dem Radius. Englisch: hue.

Sättigung

Die Sättigung bezeichnet die Intensität. Englisch: saturation.

Helligkeit

Die Helligkeit oder der Hellwert einer Farbe bestimmt, wie leuchtend eine Farbe wirkt. Englisch: brightness.

Mit diesen Infos ausgerüstet können wir das folgende Werkzeug sinnvoll nutzen: Adobe Color CC. Es bedient sich zwar etwas hakelig, liefert aber gute Ergebnisse.

Ein Beispiel: Bei dieser Kombination habe ich die Grundfarbe von Evalanche eingetragen. (Das muss man im mittleren der fünf Farbquadrate unter dem Kreis tun.)

Dann gehen Sie oben links bei „Farbregel“ auf einen der Punkte und Sie bekommen jeweils Vorschläge für Kombinationen, welche die meisten Menschen als passend empfinden.

Mit „Ähnlich“ sind Sie auf der sicheren Seite – die Farben sind sozusagen verwandt und liegen auf dem Farbkreis nebeneinander.

Mit Adobe Color CC stellen Sie in ein paar Klicks harmonische Farbkombinationen zusammen.

Bei „Monochromatisch“ bekommen Sie eine Abstufung in der Sättigung und Helligkeit der Farbe. Das ist edel, aber ein bisschen langweilig.

Mit „Triade“ erhalten Sie zu Ihrer Grundfarbe zwei Farben, die dann insgesamt so unterschiedlich wie möglich sind – sie haben die maximal mögliche Entfernung voneinander auf dem Farbkreis.

Bei „Komplementär“ wählt das Tool die Komplementärfarbe zu Ihrer Grundfarbe sowie dann je zwei Abstufungen in der Sättigung.

Was „Zusammengesetzt“ ist nicht ganz so leicht in Worte zu fassen. Dabei wird eine Farbe auf der anderen Seite des Farbkreises verwendet, die nicht ganz die Komplementärfarbe ist sowie eine, die dort in der Nähe liegt. Dazu gibt es dann eine, die in der Nähe der Ausgangsfarbe liegt. Das Ergebnis sind Kombinationen, die nicht ganz so herausstechen wie „Komplementär“, aber immer noch recht intensiv sind.

„Schattierungen“ schließlich wählt fünf Farben aus, die sich nur in der Helligkeit unterscheiden (Ton und Sättigung sind gleich). Das ist sehr zurückhaltend.

„Benutzerdefiniert“ schließlich erlaubt individuelle Kombinationen ohne Regeln.

Farbwahl für CTA mit Adobe Color CC

Für Ihre CTAs wollen Sie ja möglichst große Kontraste. Daher sind entweder „Komplementär“ oder „Triade“ am besten geeignet.

Oben im horizontalen Hauptmenü gibt es noch den Punkt „Entdecken“. Hier können Sie in Kombinationen stöbern, die andere abgespeichert haben. Als Inspiration ist das auch sehr gut geeignet.

Und schließlich können Sie oben rechts bei dem kleinen Foto-Icon ein Bild hochladen, um sich daraus ein Farbschema erstellen zu lassen.

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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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