Höhere Klickraten durch Link-Individualisierung

Entscheidend für den Erfolg jedes einzelnen Newsletters ist sein Text – auch wenn der Newsletter noch so schön gestaltet ist. Meist sind es auch nur ganz wenige Zeichen, die entscheiden: Der Link mit dem zentralen Call-to-Action, der Handlungsaufforderung (CTA).

Mit einem ganz einfachen Trick sorgen Sie hier dafür, dass Ihre Links viel, viel besser funktionieren: Mit sprechenden Links.

Was sind sprechende Links?

Ein sprechender Link ist einer, der verrät, wohin die Reise geht. Also eben gerade nicht

hier klicken,

mehr

oder

weiter.

Sondern eher eine Formulierung wie

Vorteile von sprechenden Links

oder

Übersicht der Formulierungstipps.

Screenshot Marvel Newsletter

Der Newsletter von Marvel.

Diese Art von Individualisierung ist ein gutes Mittel, um den Erfolg Ihrer Newsletter zu steigern. Anders als die Personalisierung müssen Sie diese Individualisierung nur ein einziges Mal für alle Empfänger zusammen vornehmen.

Für die Startseite eines Blogs kann so ein „weiterlesen“-Link in Ordnung sein. Hier macht der Kontext klar, welche Inhalte folgen. Der Link ist in dem Fall auch nicht der Haupt-Inhaltsträger. Das sind vielmehr die Überschrift, das Bild (so vorhanden) und der eigentliche Kurztext.

Aber: besser ist es immer, sich hier etwas mehr Mühe zu geben. Speziell, wenn Sie in Ihrem Newsletter die Inhalte Ihres Blogs weitergeben.

Sehr schön sieht man das am Beispiel der zwei direkten Konkurrenten Marvel und Invision. Beide bieten einen Dienst an, um Prototypen von Websites und Apps zu entwickeln. Beide haben einen sehr guten Newsletter, in dem sie wertvolle Tipps und Tricks und Neuigkeiten aus der Szene weitergeben. Beide Newsletter sind professionell formatiert und schön illustriert. Sie sehen sich sogar recht ähnlich.

Eine schöne Abbildung ist gefolgt von einer Überschrift und einem zweizeiligen Teasertext. Und dann kommt der Link, formatiert als Button.

Screenshot Newsletter Invision

Der Newsletter von Invision.

Was die beiden Newsletter aber klar unterscheidet: Marvel setzt unter jeden Teaser den Button „Read the post“. Die Kollegen bei Invision dagegen haben für jeden einzelnen Beitrag einen individuellen Button. „Go big or go halfsies“, „Hammer it home“ oder „Dazed and amused“.

Auch wenn die Texte nicht alle ohne den Kontext verständlich sind, vor allem für nicht-Amerikaner: Sie machen Lust darauf, die verlinkten Artikel anzusehen. Viele Tests haben belegt, dass solche Links deutlich besser funktionieren als generische „weiterlesen“-Links.

Wenn Sie also den Erfolg Ihres Newsletters steigern wollen, machen Sie sich die Mühe, die Linktexte zu individualisieren. Es rät sich, das etwas seriöser und weniger wortspielerisch anzugehen als Invision. Ein paar weitere Tipps dazu im nächsten Beitrag hier im Blog.

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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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