Mehr Abonnenten dank Mini-Animationen

Die kleinen Dinge entscheiden, ob eine Anwendung Erfolg hat. Daher wurde viel über so genannte Mikrointeraktionen geforscht – denn die kleinen Details entscheiden, welche der hundert angebotenen Wetter-Apps wir auf unserem Smartphone verwenden oder welchen kostenlosen E-Mail-Dienst.

Und diese Erkenntnisse können wir uns zunutze machen, um unsere Anmeldeformulare erfolgreicher zu machen.

Eine Mikrointeraktion ist die kleinste mögliche Interaktion mit einem System. Das einfachste Beispiel: Ich schalte das Licht an in meinem Büro. Ein Druck auf den Schalter, das Licht geht an. Nach dem gleichen Prinzip haben Buttons auf dem Computerbildschirm lange funktioniert. Aber schon ganz schnell hat man gemerkt: Ein Button auf dem Bildschirm braucht Feedback. Der Nutzer muss merken, dass er den Button getroffen hat. Er muss merken, dass er wirklich auf etwas geklickt hast, was interaktiv ist. Und so versetzte man den Button ein paar Pixel oder ließ ihn ganz leicht die Farbe ändern, sobald der Nutzer darauf klickt.

Und das Schöne dabei ist: Die Zufriedenheit der Nutzer steigt durch dieses kleine Detail. Die Nutzer bekommen das Gefühl, die Anwendung ist beherrschbar, sie macht, was sie erwarten.

Und je mehr Mühe man sich mit solchen Details gibt, desto zufriedener sind die Nutzer.

Typeform ist ein Formulardienst, der ganz auf verspielte Eingabe setzt. Für manche Einsatzzwecke vielleicht etwas zu verspielt, aber hier kann man sich ansehen, wie liebevolle Formulare aussehen können.

Formulare angenehmer machen

Beim Anmelden gibt Twitter konkret an, mit welchem Feld etwas
nicht stimmt. Und das nicht erst beim Abschicken, sondern sobald
der Nutzer aufhört zu tippen (also sogar bevor der Nutzer das Feld
verlassen hat).

Wenn ich Abonnenten für meinen Newsletter gewinnen will, komme ich um Formulare auf meiner Website nicht herum. Diese sind zugleich eine große Hürde – niemand füllt gern Formulare aus. (Siehe z.B. auch hier im Blog Checkliste für das optimale Formular.)

Ein erfolgreiches Formular ist möglichst kurz – im Idealfall besteht es nur aus einer einzigen Mikrointeraktion: Der Nutzer gibt seine Mailadresse ein und klickt OK.

Selbst wenn Ihr Formular so einfach ist, können Sie mit Hilfe von ein wenig Animation den Erfolg steigern. Denn wahrscheinlich wollen Sie vor dem Verschicken prüfen, ob der Nutzer überhaupt eine gültige Mailadresse eingegeben hat. So verhindern sie, sich mit groben Vertippen herumschlagen zu müssen (etwa peter@beispiel.d statt peter@beispiel.de). Die Information, dass die Mail nicht gültig ist, erscheint klassisch als einfacher Text.

Ist die Mailadresse schon im System, erklärt Twitter das klar und
gibt Hilfestellung.

Über eine Fehlermeldung freut sich niemand. Aber wenn diese hilfreich ist, kann sie zumindest neutral sein. Und ist sie unerwartet gut gestaltet, witzig oder hilfreich, dann kann sie sogar einen positiven Eindruck machen.

Sehen Sie sich bei Typenform einmal an, wie liebevoll animierte Formulare aussehen können und achten Sie darauf, wie andere Sites ihre Anmelde-Strecken mit kleinen Details aufpeppen und damit angenehmer machen!

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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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