Mit AdWords zu mehr Abonnenten

Wer alles getan hat, neue Abonnenten für den Newsletter auf der eigenen Website zu gewinnen (Tipps dazu auch hier im Blog), der möchte vielleicht über die eigene Site hinausblicken. Eine Möglichkeit, die Abonnentenliste weiter zu vergrößern sind Google AdWords. Beim ersten Hinsehen wirken die Anzeigen auf der Google-Trefferseite recht kostengünstig. Damit man aber nicht langfristig unnötig viel Geld verschwendet, sollte man ein paar Dinge beachten.

Die Anzeigen bei Google sind unaufdringlich und doch immer präsent. In vielen Fällen bringen sie erstaunliche Ergebnisse. Es macht vor allem die Masse an Internetnutzern, die sie sieht.

AdWord-Einsatz planen

Eine Anzeige bei Google zu schalten ist ganz einfach und ganz schön schwierig zugleich. Hat man sich angemeldet und seine Kontodaten hinterlegt, kann man auf viele, viele Seiten zugreifen, auf denen man seine Kampagnen planen kann. Davon ist man beim ersten Benutzen vielleicht etwas eingeschüchtert. Aber wenn man mit dem Tool arbeitet, merkt man schnell, dass es ganz einfach geht. In weniger als einer Viertelstunde kann man seine erste Anzeige online haben.

Aber in den nächsten Tagen zeigt sich meist: Den erhofften Erfolg hat die Anzeige nicht. Man muss ersteinmal ein Gefühl dafür bekommen, wie das System reagiert. Ein wichtiger Punkt ist, zu verstehen, wie der Preis für die Anzeigen zustande kommt. Das hängt nämlich immer davon ab, wie viele andere Anzeigenkunden sich für Werbung zu der Suchanfrage interessieren, die man im Blick hat.

Es empfiehlt sich nicht, einfach loszulegen. Das macht zwar Spaß, kostet aber nur Geld und bringt wenig. Es empfiehlt sich, tiefer einzusteigen, wenn man wirklich etwas erreichen will. Ich persönlich fand dabei das Buch Google Marketing von Susanne Rupf sehr hilfreich.

Ziel festlegen

Machen Sie es wie beim Casino-Besuch: Legen Sie ein Budget fest, das Sie verspielen wollen. Aber definieren Sie am besten auch, was Sie damit erreichen möchten. Sie möchten neue Abonnenten gewinnen. Aber wie viele genau? In welchem Zeitraum? Zählen nur diejenigen, die die Bestätigungsmail auch beantworten?

Rechnen Sie dann aus, wie viel Sie jeder neue Abonnent kostet. Sind Sie bereit, diesen Preis zu bezahlen? Lohnt sich das?

Planen Sie am besten auch eine langfristige Qualitätskontrolle: Öffnen die über AdWords gewonnenen Abonnenten die Mails auch? Klicken sie die Links darin an? Bleiben sie dabei oder melden sie sich schnell wieder ab?

Welche Ergebnisse Sie erwarten können lässt sich sehr schwer sagen. Denn das hängt eben von mehreren Faktoren ab, insbesondere von folgenden:

  1. Den Keywords, die Sie wählen
  2. Der Konkurrenz, die die selben Keywords bucht
  3. Ihrer Anzeige
  4. Der Auswahl der Zielgruppe
  5. Dem Zeitpunkt

Wie formuliert man eine erfolgreiche Anzeige?

Der Faktor, der sich am besten in den Griff bekommen lässt, ist die Anzeige selbst. Hier kommen Ihre Fähigkeiten zum Einsatz, die sie auch beim Schreiben eines Newsletters brauchen: Sie müssen Ihre Zielgruppe so ansprechen, dass sie einfach klicken muss.

Folgende drei Bestandteile müssen Sie für eine AdWords-Anzeige erstellen:

  1. Titelzeile
  2. Anzeigentext
  3. Link

Die Titelzeile ist die Überschrift, sie darf maximal 25 Zeichen lang sein. Sie ist wie die Betreffzeile – wenn der Nutzer hier nicht anbeißt, haben Sie verloren. Hier zeigen Sie, welches Problem des Nutzers Sie lösen können.

Der Anzeigentext darf zwei Zeilen lang sein, jeweils maximal 35 Zeichen. Das entspricht einem ultrakurzen Teaser. Hier müssen Sie auf den Punkt kommen und  klarmachen, worum es geht, welchen Vorteil der Nutzer hat, hier zu klicken.

Der Link schließlich ist nicht einfach irgendein Link zu Ihrer Starseite, auch nicht einfach zur Anmeldeseite Ihres Newsletters. Erstellen Sie vielmehr eine Landing-Page, die den Faden weiterspinnt, der von der Anzeige kommt. Auch der Linktext selbst kann noch eine Aussage transportieren (angezeigter und verknüpfter Link müssen nicht identisch sein).

Wie sollte die Landing-Page aussehen?

Greifen Sie auf der Seite das Problem und Ihre Lösung dafür auf, die Sie in der Anzeige angesprochen haben. Beantworten Sie genau die Fragen des Besuchers, die Sie mit der Anzeige aufgeworfen haben. Mehr dazu im Blogpost 10 Tipps für bessere Landing Pages.

Ist nur Google interessant oder auch Bing oder Facebook?

Die Anzeigen auf der Suchmaschine Bing von Microsoft kann man nach dem gleichen Prinzip buchen. Ob sich das lohnt, hängt auch von Ihren Kapazitäten ab. Wenn Sie zum ersten Mal mit Anzeigen im Web arbeiten, bleiben Sie erstmal beim weiter verbreiteten Google. Wenn Sie an Ihren Logfiles der Website sehen, dass viele Nutzer von Bing kommen, dann können Sie später überlegen, es auch hier zu versuchen. Die Prinzipien sind dabei aber genau die gleichen wie bei Google AdWords.

Haben Sie eine eher jüngere Zielgruppe, lohnt sich auch der Blick zu Facebook. Anzeigen hier haben ein paar Vorteile:

  • Die Zielgruppe lässt sich sehr gut eingrenzen weil Facebook seine Nutzer besser kennt als Google.
  • Sie können auch Bilder verwenden.
  • Die Nutzer sind in einem Bereich, den viele als privater empfinden, weil sie sich hier mit Freunden austauschen.

Und auch bei Facebook ist das Vorgehen im Wesentlichen genau so wie bei Werbung auf Google.




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