Nicht zu vernachlässigen: Richtiges Bounce-Management

Bounces oder Rückläufer sind das, wovon alle Newsletter-Versender möglichst wenig haben wollen – eMails, die zurückkommen und dem Empfänger nicht zugestellt wurden. Doch wenn Sie die Rückläufer einfach nur löschen und sich ärgern, ist wenig gewonnen.
Nutzen Sie die Informationen, um die Bounce-Rate, also den Anteil der Rückläufer an jeder Aussendung, zu senken.

Warum ist Bounce-Management wichtig?

Die großen Mailprovider wie Google Mail, Yahoo oder GMX stufen Ihr Rating herunter, wenn Sie Mailings an viele ungültige Adressen verschicken. Mailserver können im schlimmsten Fall sogar verweigern, Mails von Ihnen entgegen zu nehmen.

Deshalb sollten Sie möglichst nur eMail-Adressen in Ihrem Bestand haben, die auch tatsächlich gültig sind. Kommt ein Mail von Ihnen zurück, weil es die Adresse nicht (mehr) gibt, sollten Sie bzw. Ihre Newslettersoftware diese löschen bzw. als inaktiv markieren.
Das ist eine wichtige Maßnahme, um langfristig die Qualität der Adressatenliste zu erhalten.

Gute Newslettersysteme nehmen Ihnen dabei viel Mühe ab, und Sie müssen nur wenige Fälle manuell bearbeiten. Die meisten Rückläufer lassen sich automatisiert bearbeiten.

Welche Arten von Bounces gibt es?

Nicht jede Mail, die zurückkommt, zeigt eine ungültige eMail-Adresse an. Generell können Sie drei Formen von Rückläufern unterscheiden:

  • Hard Bounce
  • Soft Bounce
  • Block Bounce

Hard Bounces sind die erwähnten Mails, die an nicht mehr gültige Adressen verschickt wurden.
Soft Bounces dagegen weisen auf ein temporäres Problem hin. Das kann zum Beispiel sein, dass der Mailserver nicht erreichbar ist, oder dass das Postfach des Nutzers voll ist.
Block Bounces schließlich deuten darauf hin, dass der empfangende Mailserver Ihre Mail zurückgewiesen hat. Der Grund dafür ist meistens, dass Ihre Mail als Spam eingestuft wurde oder, dass Ihre Mailadresse bzw. IP auf einer Blacklist von Spamversendern steht. Das sind natürlich die Fälle, in denen Sie ganz genau nachsehen sollten, was da los ist.

Spezialfälle – Antworten und andere Soft-Bounces

Neben echten Bounces gibt es noch weitere Mails, die normalerweise vom Bounce-Management bearbeitet werden: Nämlich solche Mails, die an die Adresse gehen, von der aus Ihr Mailing verschickt wurde. Das können neben den Bounces sein:

  • Autoresponder
  • Kundenanfragen an diese Adresse
  • Spam


Autoresponder
- bzw. Autoreply-Mails gehören eigentlich zu den Soft-Bounces. Das sind typischerweise die automatisierten „Bin im Urlaub“-Mails, in denen man angibt, wann man wieder erreichbar ist. Auch automatische Empfangsbestätigungen gehören dazu.
Solche Mails können Sie normalerweise ignorieren. Nur wenn von einer Adresse mehrfach hintereinander solche Rückläufer kommen und diese sonst inaktiv ist, sollten Sie solche Adressen nach einiger Zeit von der Adressatenliste nehmen.

Wichtig ist, dass die Mails, die weder Out-of-office-replys sind, noch Spam, von einem Menschen gelesen werden. Denn hier können sich wichtige Kundenanfragen, ja sogar Bestellungen verbergen. Dass Sie diese beantworten sollten, versteht sich von selbst. Aber auch Abbestellungen des Newsletters sollten Sie aus Gründen der Listenhygiene berücksichtigen, wenn sie auf diesem Wege erfolgen.

Empfänger, von deren Adresse Spam-Mails kommen, sollten Sie nicht einfach aus Ihrem Verteiler löschen. Prüfen Sie eventuell, ob eine korrekte Anmeldung mit double-opt-in vorliegt. Wenn ja, dann kann es sein, dass die Absenderadresse gefälscht ist – das geht relativ leicht. Das heißt, der vermeintliche Versender der Spam Mail weiß davon vielleicht gar nichts und hat weiter Interesse an Ihrem Newsletter.




Keine Kommentare möglich.