Tipps für den Umgang mit inaktiven Empfängern

In einer sehr interessanten Studie beschreiben die Marketer von Responsys, wie Newsletter-Betreiber mit inaktiven Abonnenten umgehen. Dazu haben sie Mailadressen angelegt und mit diesen 100 verschiedene Newsletter abonniert. Und dann haben sie gewartet. Drei Jahre lang.

Nach drei Jahren schickten fast ein Drittel aller Anbieter (31 Prozent) weiterhin unverändert ihren Newsletter an die komplett inaktiven Adressen. 23 Prozent hatten nur die Frequenz der Mails reduziert, und lediglich 46 Prozent schickten keine Mails mehr.

Viele Inaktive in der Empfängerliste zu haben, reduziert deren Wert.

Was heißt inaktiv?

In dem Testszenario war die Inaktivität klar: die Tester hatten tatsächlich gar nichts gemacht. In der Praxis ist das aber gar nicht so einfach. Vielleicht hat der Empfänger vielleicht nur die Darstellung von Bildern nicht aktiviert, und lädt diese auch nicht, wenn er Ihren Newsletter liest. Solange er keinen Link klickt, wissen Sie nichts davon, dass er Ihre Mails öffnet.

Deshalb müssen Sie für sich selbst definieren, ab wann Sie einen Newsletter-Empfänger als inaktiv einstufen.

Nicht einfach darauf los mailen

Wen Sie als inaktiv klassifizieren, dem sollten Sie nicht einfach weiter unbeirrt Mails schicken wie allen anderen Empfängern.

Frequenz reduzieren

Reduzieren Sie die Häufigkeit, mit der Sie den inaktiven Empfängern Mails schicken. Und sorgen Sie dafür, dass diese nur die wichtigsten und attraktivsten Mails bekommen.

Inhalt anpassen

Möglicherweise hat sich das Interesse der inaktiven Empfänger verschoben. Experimentieren Sie mit anderen Betreffzeilen und auch mit anderen Inhalten Ihrer Mails.

Inaktive Empfänger möglichst früh aktivieren

Statt zu warten, bis Empfänger inaktiv werden, ist es besser, sie dann gezielt anzusprechen, wenn ihre Aktivität sinkt. Die Kunst ist, hier den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Der hängt ab von Ihren Empfängern, Ihren Newsletter-Themen, Ihrer Versandhäufigkeit und von vielen weiteren Faktoren. Daher müssen Sie hier etwas experimentieren, um die optimale Strategie herauszufinden. Je größer Ihre Empfängerliste, desto leichter geht es. Essenziell ist dabei natürlich die Erfolgskontrolle (siehe der letzte Post zu Erfolgskontrolle – Kampagnenanalyse).

So erhalten Sie sich Empfänger, die Ihre Newsletter tatsächlich auch lesen und damit interagieren und stellen sicher, dass möglichst wenige Ihre Mails als Spam klassifizieren.

Notbremse: Keine Mails mehr

Die Studie von Responsys empfiehlt, Empfänger, die 24 Monate lang keinerlei Aktivität gezeigt haben, aus dem Verteiler zu streichen. Damit vermeidet man Karteileichen und hält seine Verteilerliste sauber.

Bevor man diesen drastischen Schritt macht, sollte man eine Re-Permission-Mail schicken. Das heißt, Sie bitten den Empfänger, nochmals zu bestätigen, dass er den Newsletter wirklich bekommen will. Nur wenn diese Bestätigung längere Zeit ausbleibt, wird er tatsächlich aus dem Verteiler gestrichen.




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