Warum Ihr Newsletter abbestellt wird – die 6 Top-Gründe

Wer seine Newsletter mit Herzblut erstellt, dem tut jede einzelne Abmeldung vom Verteiler weh. Warum machen die Abonnenten das?

Die Gründe dafür sind meist weder besonders komplex noch schwer zu verstehen – und in den meisten Fällen können Sie etwas dagegen tun.

1) Sie werden nicht wieder erkannt

Symbol Button AbbestellenDie Abonnenten müssen wissen, dass Sie Ihren Newsletter abonniert haben. Das klingt trivialer als es ist. Denn wird aus dem Absendernamen und der Betreffzeile nicht glasklar deutlich, dass es sich um Sie handelt, dann halten die Empfänger Ihre Mail für Spam. Wurde eine Mail von Ihnen schon einmal in den Spam-Ordner befördert, ist es schwierig, dort wieder rauszukommen, auch mit zukünftigen Mails.

Wem dieser Punkt nicht so bedeutsam erscheint: In Auswertungen der Abmeldung bei großen Newsletter-Dienstleistern liegt der Anteil derjenigen, die meinten, Sie hätten sich nie für einen Newsletter registriert, regelmäßig bei etwa einem Drittel aller Abmeldungen.

Gehen Sie nicht zu sehr von sich aus. Sie wissen nicht, ob der Name Ihres Unternehmens oder Ihres Produktes dem neuen Abonnenten etwas sagt. Vielleicht hat er gerade zwanzig Unternehmen recherchiert und im Zuge dessen bei Ihnen abonniert. Überschätzen Sie Ihre Bekanntheit nicht – es gibt nur eine Handvoll Marken, die wirklich jeder kennt.

Der wichtigste Tipp neben klarem Absender- und Betreff ist: Schicken Sie sofort nach der Anmeldung die Opt-in-E-Mail. Das macht einen guten Eindruck und die Chance, dass sich der Abonnent dann noch an Sie erinnert ist maximal.

In Vergessenheit geraten können Sie auch, wenn Sie zu wenig Mails schicken. Sind die Abstände so groß zwischen Ihren Aussendungen, dass Abonnenten sich nicht mehr an Sie erinnern, haben Sie einen Fehler gemacht. Für die genaue Frequenz gibt es keine allgemein gültige Regel. Ein paar Tipps dazu aber hier im Blog.

2) Sie treffen die Interessen nicht

Der wichtigste Faktor für den Erfolg eines Newsletters ist die Relevanz für die Empfänger. Bringen Sie nicht die Inhalte, die Ihre Empfänger erwarten, dann sind diese schnell wieder weg. Sie müssen also als Erstes die Interessen Ihrer potenziellen Kunden/Auftraggeber kennen und Ihre Inhalte dementsprechend ausrichten.

Sehen Sie sich dann auch die Anmelde-Seiten für Ihren Newsletter nochmal genau an. Entspricht das, was Sie hier ankündigen dem, was Sie in den Newsletter-Aussendungen liefern?
Wenn nein, sollten Sie die Anmelde-Seiten überarbeiten. Sind diese aber gut und glauben Sie, dass das Angekündigte die Nutzer auch wirklich interessiert, dann ändern Sie die Inhalte Ihrer Newsletter.
Dabei müssen Sie nur vorsichtig sein, dass Sie die bestehenden Abonnenten damit nicht verlieren – denn die haben sich ja an die derzeitigen Inhalte gewöhnt und wollen diese wahrscheinlich auch weiter so bekommen. Vielleicht ist es Zeit dafür, einen weiteren Newsletter mit anderem thematischen Schwerpunkt zu starten?

3) Sie treffen die Erwartungen nicht

Ihr Newsletter muss zu Ihrer Marke passen. Und er muss zu Ihren Empfängern passen. Das gilt für den Inhalt ebenso wie für die Präsentation. Sieht Ihr Newsletter unprofessionell aus oder nicht mehr zeitgemäß, haben Sie immer schlechte Karten. Wirkt er zu langweilig, kann das bei B2C-Newslettern auch bei guten Inhalten schlecht ankommen. Ist er zu bunt, werden B2B-Kunden verschreckt.

Ein Newsletter, der auf Mobilgeräten nicht gut dargestellt wird, trifft heute die Erwartungen von fast allen Zielgruppen nicht mehr. Hier müssen Sie also auf jeden Fall Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Idealerweise kontrollieren Sie auch, wie Ihre Mails auf den unterschiedlichen Clients dargestellt werden. Sicher ist sicher.

4) Sie schicken zu viele Mails

Dieser Punkt wird mit am häufigsten genannt: Übertreiben Sie es nicht mit der Häufigkeit. Aber schicken Sie auch nicht zu wenig Mails.

5) Sie sind nicht einzigartig

Es kann sein, dass Sie schon seit Jahren einen erfolgreichen Newsletter schreiben. Und dennoch kann es sein, dass inzwischen jemand anderen Inhalte liefert, die für die Abonnenten relevanter sind, die schöner aufbereitet sind oder die sie schneller erfassen können. Sehen Sie sich regelmäßig bei der Konkurrenz um. Wie gehen die das E-Mail-Marketing an? Wo sind diese besser als Sie? Wie können Sie selbst besser werden?

Neben den rein inhaltlichen Fragen ist auch entscheidend, dass Sie Ihre Einzigartigkeit herausstellen. Das ist zum einen natürlich eine Frage der Marke. Zum anderen ist es aber auch etwas, was Sie ganz individuell in jedem Newsletter pflegen können. Durch die Auswahl der Inhalte. Durch die Art der Darstellung. Durch Ihren ganz persönlichen Stil, den Ton, in dem die Texte geschrieben sind.

Bieten Sie nichts Einzigartiges und haben Sie es nicht geschafft, eine persönliche Beziehung zu Ihren Empfängern aufzubauen, dann gehört Ihr Newsletter zu den ersten, von denen man sich abmeldet, wenn einem auffällt, dass man viel zu viele Mails bekommt.

6) Sie passen nicht mehr zueinander

Es kann der Punkt kommen, an dem Sie und ein Newsletter-Empfänger nicht mehr zueinander passen. Das passiert auch, wenn Sie weiterhin regelmäßig einzigartige, hochwertige Inhalte liefern. Zum Beispiel dann, wenn sich die Interessen des Empfängers geändert haben.
Wer etwa die Arbeitsstelle wechselt, der ändert oft auch seine beruflichen Schwerpunkte. In solch einem Fall ist der Inhalt einfach nicht mehr relevant für den Empfänger – und er gehört auch nicht mehr zu Ihrer Zielgruppe.

Solchen Abonnenten müssen Sie nicht nachtrauern, es bringt für beide Seiten nichts, wenn diese auf Ihrer Empfängerliste bleiben.

Abmeldungen, die keine sind

Und schließlich gibt es noch die Abmeldungen, die eigentlich keine sind. Wenn z.B. jemand das Abo von seiner privaten Mailadresse auf die geschäftliche umstellt, dann sieht das aus wie eine Anmeldung und eine neue Anmeldung – ist es ja auch, auch wenn die selbe Person dahintersteckt. Also: Abmeldungen sind immer normal und völlig in Ordnung. Vor allem, wenn sich mehr Abonnenten neu anmelden als sich abmelden. Behalten Sie lediglich die Zahlen im Blick, damit Sie frühzeitig merken, wenn etwas schief läuft.