Wie wir wissen was Kunden quält

Wo drückt meinen potenziellen Kunden der Schuh? Je besser ich die Frage beantworten kann, desto besser sind meine Newsletter, ja, mein ganzes Marketing. Denn die so genannten Pain Points der Nutzer sind entscheidend – also ihre Sorgen, Ängste und Probleme. Bei allen Interessenten, bestehenden und künftigen Kunden kann ich punkten, wenn ich zeige, dass ich deren Probleme…

  1. wahrnehme,
  2. als wichtig anerkenne
  3. und vielleicht sogar eine Lösung für sie anbieten kann.

Deshalb gibt es unzählige Methoden, wie Sie diese Dinge herausbekommen. Eine super simple, kostenlose und doch hoch effiziente Site, die uns dabei hilft, habe ich gerade entdeckt.

Screenshot Google Auto-Suggest

Die Vorschlagsfunktion zeigt, wie die meisten Nutzer ab hier weiterschreiben.

Wer weiß am meisten über die Fragen der Menschen? Heutzutage sind das die Suchmaschinen-Betreiber. Fast jede Frage vertrauen wir Google an. Ob wir wissen wollen, wie wir ein Software-Problem lösen, ob wir uns über die Behandlung einer Krankheit informieren oder ob wir wissen wollen, wie viele Einwohner Berlin hat.

Und Google wird immer besser, uns unsere Fragen zu beantworten. Aber nicht nur das. Google weiß auch immer besser, welche Fragen wir überhaupt haben. Schon beim Eintippen zeigt uns die Suchmaschine, welche Fragen typischerweise gestellt werden, wenn das Wort eingegeben wird, was wir gerade getippt haben. Diese Vorschlags- oder Autosuggest-Funktion nutzen Marketer schon seit langem. Denn sie verraten, welche Fragen im Zusammenhang mit einem bestimmten Begriff auftauchen.

Beispiele sind:

Beispiel für Listen aus AnswerThePublic

AnswerThePublic.com setzt verschiedene Zusätze
an das Keyword, welches Sie untersuchen und gibt aus,
welche Vorschläge daraufhin herauskommen.
Das ganze als Listen…

Wer “Spielkonsole” eingibt, sucht dann nach “Spielekonsole günstig kaufen” oder “welche Spielekonsole ist für kinder geeignet”.

Wer “White Paper” eingibt, der tippt danach “White Paper Lösungsansätze für big data” oder “wie schreibt man ein White Paper”.

Sehr nützlich. Wenn ich viele verschiedene Begriffe untersuchen will aber ein bisschen umständlich. Daher kann man mit den Google Keywords-Planer arbeiten. Oder man nutzt eine Site wie ÜberSuggest oder Keyword Tool. Doch die bieten auch nur mehr oder weniger unübersichtliche Listen. Und hier kommt die versprochene Site ins Spiel: Sie heißt AnswerThePublic.com und hilft so gut bei der Keyword-Recherche wie keine andere. Vor allem bereitet sie die Ergebnisse  hervorragend auf.

Visualisierung Ergebnisse AnswerThePublic

…und als übersichtliche Grafiken.

Sie geben einen Begriff ein und wählen, welche Sprachversion von Google (und übrigens auch Bing) die Site untersuchen soll. Dann hängt sie alle möglichen Buchstaben an und auch Begriffe wie “von”, “für”, “was”, “welche” oder “wann”.

Innerhalb weniger Sekunden bekommen Sie die Ergebnisse – aufbereitet als Grafik, in mehreren Listen oder als Textdatei zum Download.

So macht die Arbeit der Keywordrecherche richtig Spaß und man hat das Gefühl, ein bisschen in die Köpfe und Herzen der Menschen blicken zu können. Und das ist genau das, was wir brauchen, um hoch relevante Inhalte für diese zu erstellen. Probieren Sie es aus!

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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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