Inaktive Empfänger & ihre Gefahr für Ihre Reputation

Je mehr Menschen Ihre Newsletter bekommen, desto besser. Denkt man zunächst. Doch der Satz müsste anders lauten: Je mehr Menschen Ihre Newsletter lesen, desto besser.

Denn mehr ist nicht immer besser. Im Gegenteil. Zu viele inaktive Empfänger können Ihrer Reputation schaden.

Am gefährlichsten sind Hard Bounces. Also Mails, die zurückkommen. Verschicken Sie Newsletter an Adresslisten, bei denen zu viele Empfänger nicht erreichbar sind und die Mails daher zurückkommen, dann stufen die Provider wie Google Ihr Rating herunter – und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Mails im Spam-Verzeichnis der Nutzer landen (siehe Richtiges Bounce-Management).

Aber auch Mails, die ankommen, doch von den Nutzern nie geöffnet werden, können Ihnen schaden. Warum?

Der Grund ist, dass die Provider auch das als Signal für unerwünschte Mails werten. Nicht so stark wie Bounces, aber immerhin. Auf lange Sicht können als zu viele inaktive Empfänger die Zustellbarkeit Ihre Mailings gefährden.

Was also tun? Die Inaktiven einfach von der Liste streichen?

Ein radikaler Schritt, der sicher den ein oder anderen herauswirft, der vielleicht nur die Bilder nicht nachlädt sowie keine Links klickt und so als „inaktiv“ gewertet wird.

Die Alternative ist, eine Reaktivierungs-Kampagne zu starten und alle Inaktive bitten, Ihr Abo zu bestätigen. Nur wer darauf nicht antwortet, fliegt raus.

Einen dritten Weg, der mir gut gefällt, stellt Jeanne Jennings im ClickZ-Blog vor. Der sieht so aus, dass Empfänger, die nach der Reaktivierung-Kampagne inaktiv bleiben, auf eine eigene Liste kommen.

Die Standard-Empfängerliste enthält also nur treue Leser und deren Mails kommen so überall gut an und landen selten in den Spam-Ordnern.

Die inaktiven Empfänger dagegen werden streng von den anderen getrennt. Wichtig ist, dass diese Liste auch einen anderen Server nutzt, der von einer anderen IP-Adresse die Mails verschickt. Nur so zählt das bei den Providern als eine eigene Liste und sie kann die Reputation Ihrer Haupt-Empfängerliste nicht beeinträchtigen.

Ein schöner Nebeneffekt: Der reguläre Newsletter bekommt damit automatisch bessere Kennzahlen: Klick- und Öffnungsrate steigen, weil die inaktiven Empfänger nicht mehr Teil der Liste sind.

Den ganzen Artikel können Sie hier nachlesen: Inactive Email Addresses: To Mail, Not to Mail…or Something Else?

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Über den Autor:
Jens Jacobsen

Jens Jacobsen ist Gastautor für das Evalanche-Blog und arbeitet seit 1998 als Konzepter und Berater fürs Web. Er unterstützt etablierte Unternehmen wie auch Startups beim Erstellen von Websites, Apps und interaktiven Anwendungen. Sein Schwerpunkt liegt darauf, die Sicht der Kunden und Nutzer von Anfang an einzubringen.

Er befasst sich mit User und Customer Experience, untersucht Bedürfnisse, Erwartungen und Verhalten der Nutzer und optimiert mit diesem Wissen Bestellprozesse wie auch die gesamte digitale Kommunikation. Auch hilft er Unternehmen bei der Neukundengewinnung und Marketing Automation.

In seinen Büchern „Website-Konzeption“ (1. Auflage 2001, 8. Auflage 2016) und „Praxisbuch Usability & UX“ (2017) gibt er sein Wissen weiter, ebenso bei Coachings und Seminaren.

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