Checkliste Best Practice CTA-Links & -Buttons

Vor kurzem haben Sie die 7 typischen Fehler bei CTA/Handlungsaufforderungen kennengelernt. Aber wenn Sie richtig gute CTA erstellen wollen für Ihre Landing Pages oder E-Mails, dann müssen Sie noch ein paar Punkte mehr berücksichtigen. Diese sind in der folgenden Checkliste zusammengefasst.

Auffällig gestalten

Damit ein CTA überhaupt funktionieren kann, müssen die Nutzer ihn ersteinmal wahrnehmen. Daher bietet es sich an, den CTA nicht lediglich als Textlink, sondern als Button zu gestalten. Wählen Sie eine Farbe, die sich deutlich abhebt von den Bildern und den anderen Elementen auf der Seite.

Sehen Sie ausreichend Weißraum um den Button herum vor, so dass er für sich steht und nicht mit anderen benachbarten Elementen konkurriert.

Machen Sie den Button so groß, dass er auffällt – aber nicht zu groß. Sieht der CTA zu sehr aus wie Werbung, wird er möglicherweise nicht mehr als Teil der Gestaltung wahrgenommen. Dann besteht die Gefahr, dass die Nutzer ihn ausblenden (“banner blindness”).

Nicht ablenkend gestalten

Der CTA soll auffällig sein, aber er soll nicht dabei stören, die anderen Inhalte auf der Seite bzw. in der Mail zu lesen. Blinkende Buttons verbieten sich daher praktisch immer von selbst.

Abgesehen davon, dass es extrem unseriös und aufdringlich wirkt, wenn man auf solch einen Effekt zurückgreift.

Button-Best-Practices berücksichtigen

Ein Button muss klick- und tippbar sein. Denken Sie an die Grundregeln der Usability und machen Sie die Buttons auf Touchscreens groß genug, damit man sie gut mit dem Finger trifft und nicht aus Versehen daneben tippt.

Klar priorisieren

Haben Sie mehr als einen CTA, dann sorgen Sie für eine klare Priorisierung. Der Nutzer sollte erkennen können, welches im Normalfall das richtige/beste Angebot ist. Gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, gleich einen Abschluss zu tätigen sowie einen Test zu machen, heben Sie den CTA für den Abschluss farblich stärker hervor – sofern es die Option ist, von der Ihnen lieber ist, dass sie der Nutzer wählt.

Oben und unten platzieren

Ein guter CTA ist attraktiv. Daher gibt es Nutzer, die wollen sofort darauf klicken und sind von Ihrem Angebot so begeistert, dass sie Ihren (hoffentlich dennoch sehr überzeugenden Text) gar nicht mehr lesen. Also: setzen Sie den CTA ganz nach oben auf die Seite. Das ist auch für diejenigen gut, die die Seite schon zuvor angesehen haben und zurückkehren, weil sie sich entschieden haben.

Und dann gehört der CTA natürlich ebenso ans Seitenende. Manche Nutzer lesen den ganzen Text und werden dann damit abgeholt. Andere scrollen zunächst zum Ende, weil sie wissen wollen, worauf das alles hinausläuft.

CTA als logische Konsequenz

Eine gute Landing Page wie auch eine gute E-Mail hat einen logischen Fluss, erzählt vielleicht sogar eine kleine Geschichte. Sie schildern z.B. ein Problem, welches der Nutzer kennt, eine schwierige Situation von einem Protagonisten, in dem er sich wieder erkennt. Dann zeigen Sie die möglichen Lösungsansätze, die alle nicht funktioniert haben. Und schließlich präsentieren Sie Ihre Lösung des Problems.

Folgt Ihr CTA dieser Story, sind Sie maximal überzeugend. Das ist Storytelling im besten Sinne.

Konsistent bleiben

Verwenden Sie in der Geschichte wie auch auf den CTA-Elementen die gleichen Formulierungen und beschreiben Sie den gleichen Teil des Angebots. Ansonsten verwirren Sie die Nutzer unnötig und schwächen Ihre Handlungsaufforderung.

Vorteil formulieren

Beschreiben Sie klar, was der Nutzer davon hat. Konzentrieren Sie sich auf einen Aspekt, auch wenn Ihr Produkt/Ihr Angebot viele Vorteile hat. Ein CTA funktioniert am besten, wenn es einen oder ganz wenige eindeutige Vorteile gibt, die der Nutzer sofort versteht.

Und natürlich müssen diese Vorteile dazu aus seiner Perspektive formuliert sein, nicht aus Ihrer eigenen.

Klar auffordern

Ein guter CTA beschreibt eindeutig, was zu tun ist. “Newsletter abonnieren”, “Jetzt Mitglied werden”, “Sofort Zugang sichern” oder “Jetzt buchen” sind klar und eindeutig.

“Hier klicken”, “Details” oder gar “mehr” sind ausgesprochen schlechte CTA. Sie sind zwar vom Ablauf her eindeutig, der Nutzer weiß aber nicht genau, was passiert, wenn er auf solche Elemente klickt.

Verben im Aktiv verwenden

Aktive Formulierungen ziehen. Besser also “Newsletter abonnieren” als nur “Newsletter-Abo”. Besser “Sofort buchen” als nur “Zur Buchung”. Besser “Jetzt spenden” als nur “Zur Spenden-Seite”.

Kontext kennen & berücksichtigen

Ein CTA kann an einer Stelle ganz hervorragend sein, an einer anderen kann er überhaupt nicht funktionieren. Es kommt also ganz darauf an, wo der CTA erscheint. Auf der Starseite bringt ein Button “Jetzt Termin ausmachen” sicher weniger als auf der Seite, auf der Sie ausführlich darstellen, welche Vorteile eine Beratung bei Ihnen bietet.

Bei der Willkommensmail zum Newsletter wird der CTA zum Download eines E-Books mit einem Funktionsvergleich Ihrer Lösung mit der Konkurrenz wohl nicht besonders gut funktionieren. Setzen Sie denselben CTA aber in einer Dripping-Campaign, in der Sie Ihre Leads weiter qualifizieren, kann das wunderbar klappen.

Je nach Umfeld und Position in der Customer Journey brauchen Sie also individuell angepasste CTA.

Nicht nur an den Button denken

Ein CTA besteht aus mehr als aus dem reinen Button. Der Text davor ist z.B. genauso wichtig. Am Ende einer längeren Landing Page, auf der Sie z.B. die Vorteile eines Produkts erklären, fassen Sie die wichtigsten 3 Punkte nochmal in einer ganz kleinen Liste zusammen. Diese steht dann z.B. zusammen mit dem eigentlichen Button in einem farbigen Kasten.

Ebenfalls im Umfeld des Buttons können Sie weitere Informationen vermitteln. Z.B. Dringlichkeit, indem Sie schreiben, wie lange (der kurz) das Angebot noch gilt. Oder wie viel Stück des Produkts noch auf Lager sind.

Auch können Sie die Klickwahrscheinlichkeit steigern, indem Sie z.B. Trust-Elemente in der Nähe des Buttons platzieren. Also Logos, Siegel etc., welche dem Nutzer Vertrauen geben, dass er hier sicher ist. Ein typisches Beispiel sind Prüfsiegel bei den Bestell-Buttons von Webshops.

Testen nicht vergessen

Ganz wichtig ist auch, seine CTA zu testen. Verfolgen Sie immer mit, ob die CTA so gut funktionieren, wie Sie gehofft haben.

Und noch besser ist, wenn Sie zumindest gelegentlich Split-Tests machen, in denen Sie verschiedene Varianten gegeneinander antreten lassen. So lernen Sie immer weiter dazu und können in Zukunft noch bessere CTA erstellen.